A Nightmare on Elm Street in HD

Nach Texas Chainsaw Massacre und Freitag der 13te bekommt mit A Nightmare On Elm Street nun eine weitere Kulthorrorreihe aus den 80ern ein Reboot spendiert. Zunächst war ich etwas skeptisch, vor allem weil mir die bisherigen Platinum Dunes Filme nicht wirklich gefallen haben, aber nach Jackie Earle Haleys Besetzung als Freddy und diesem Trailer freue ich mich in der Tat drauf.

Das Remake scheint eher in Richtung des ernsteren und düsteren Originalfilms zu gehen, die Fortsetzungen waren ja eher mehr oder weniger lustige Horrorkomödien. Und die Elemente aus dem Original, die im Trailer angedeutet werden (Seilspringen, das kultige Kinderlied, die Badewannenszene) wirken auch mit moderner Optik. Ob es allerdings clever ist, Freddys Vorgeschichte derart ausführlich zu zeigen wird man sehen müssen, ich fand Freddy gerade weil man ausser einigen Legenden nicht über ihn wusste so furchteinflössend.

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Das Konzept des Trailers zu Paranormal Activity ist zwar nicht ganz das neueste (die Publikumsreaktionen hat schon der [REC] Trailer damals eingefangen), aber die gezeigten Szenen haben durchaus Gänsehautpotential. Ich bin allerdings kein Fan von “Handheld-Horror”, die wackeligen und blassen Bilder haben mich schon bei Blair Witch Project und [REC] eher ge- als verstört. Der Film wurde dank der preisgünstigen Produktion für nur 11.000 USD gedreht, US-Start ist Ende September.

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podcast

In der sechsten Ausgabe des filmabend.info Podcasts übernimmt Frankie zur Abwechslung mal die Moderation. Inhaltlich geht es um das Fantasy Filmfest 2009 sowie Taking Woodstock. Zum Abschluss stellen Frankie und ich dann noch unsere Top5 zum Thema “Musikfilme” vor.

Der nächste Podcast wird in zwei Wochen aufgenommen und hat Pixars “Up” als Hauptthema. Bei dieser Gelegenheit gibt es dann eine Top5 zu Animationsfilmen. Hier möchten wir euch einbinden und bitten, uns eure persönliche Top5 zu diesem Thema zu schicken (entweder als Kommentar zu diesem Beitrag oder als email an kontakt[at]filmabend.info), die wir dann ebenfalls vorstellen werden. Ruhm und Ehre warten, und vielleicht teilen wir auch unsere Groupies mit euch…

Aufgrund der vielen besprochenen Filme wurde der Cast diesmal auch etwas lang, lasst uns wissen ob das ein Problem ist oder ob ihr gerne länger zuhört.

Shownotes

0:01 – 3:01: Intro & Begrüssung
3:02 – 9:40: Der blutige Pfad Gottes Trailer
9:41 – 16:38: Up In The Air Trailer
16:39 – 24:36: Guy Richie fräggt Lobo
24:37 – 31:20: Moon Review
31:21 – 37:50: Deliver Us From Evil Review
37:51 – 45:00: Thirst (Durst) Review
45:01 – 1:05:37: District9 Review
1:05:38 – 1:21:18: Taking Woodstock Review
1:05:38 – 1:44:10: Top5: Musikfilme
1:44:11 – 1:46:32: Outro

Jetzt anhören…

 
 filmabend - Die Sechste [106:33m]: Play Now | Play in Popup

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Der Trailer zu Jason Reitmans (Thank You For Smoking, Juno) neuem Film Up In The Air hat zwar schon ein paar Tage auf dem Buckel, doch ich hatte ganz unverständlicherweise vergessen ein paar Zeilen dazu zu schreiben.

Obwohl fast gar nichts von der Story rübergebracht wird scheint der Trailer das Feeling des Films doch ganz gut rüber zu bringen, George Clooneys Voice Over passt perfekt zu den Bildern und der Musik, das könnte ein ganz großer Film werden.

In Up In The Air spielt Clooney einen Unternehmensberater, der von Firmen zur Entlassung ihrer Mitarbeiter engagiert wird.

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Auf der diesjährigen ComicCon wurde bereits ein Trailer zum kommenden Fantasyfilm Solomon Kane der Conan Macher vorgeführt, der nun auch online zu begutachten ist.

Armed with a rapier and flintlock pistols, Solomon Kane dresses in black, his pale face and cold eyes shadowed by a hat. He is a true rogue, blasting and slashing forward on a mission of pillage and plunder in war-torn North Africa in the late 1500s. When the devil lays claim to his hopelessly corrupt soul, Kane escapes only to face the sobering truth: in order to seek redemption, he must renounce his wicked ways and devote himself wholly to a pious life. His new-found piety is put to the test when he is forced to return to his murderous ways to save England from the grasp of evil.

Das ganze sieht für eine Independent Produktion mit moderatem Budget gar nicht mal so unattraktiv aus, vor allem die Actionsequenzen scheinen ganz gut gelungen zu sein, für einen unterhaltsamen DVD-Abend dürfte das allemal reichen, ein Kinostart steht noch nicht fest.

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District 9

Südafrika gilt unter Europäern heute weithin als Urlaubsparadies, dessen blutige Apartheitsgeschichte spätestens seit Nelson Mandela weit weg scheint. Dass das Land noch immer mit den Auswirkungen der jahrzehntelangen Rassentrennung zu kämpfen hat, vergisst oder verschweigt man dabei gerne, indem man die unzähligen Ghettos und Townships, in denen ein großer Teil der schwarzen Bevölkerung noch heute lebt, einfach ignoriert. Der südafrikanische Werbefilmer Neill Blomkamp, der schon mit einem international bekannten Citroen Werbespot seiner Science Fiction Affinität Ausdruck verlieh, verarbeitete die Missstände in seinem Heimatland vor einigen Jahren mit dem Kurzfilm Alive In Joburg. In Form einer Mockumentary wird statt der schwarzen Bevölkerung eine außerirdische Rasse Opfer der Apartheit. Die intelligente Kombination von Science Fiction und Sozialkritik brachte ihm nicht nur ein Engagement als Regisseur der Computerspielverfilmung Halo ein, sondern erregte auch die Aufmerksamkeit keines geringeren als des Erfolgsregisseurs und -produzenten Peter Jackson. Während aus der Sache mit Halo abgesehen von einem durchaus beeindruckenden Promospot leider nichts wurde, und Blomkamp seine Rückkehr zu dem Projekt mittlerweile kategorisch ausschließt, entstand aus der Zusammenarbeit mit Peter Jackson nun District 9, eine abendfüllende Adaption seines Kurzfilms.

Johannesburg in einer nahen Zukunft: Die Rassentrennung zwischen Weißen und Schwarzen Südafrikanern ist vollständig überwunden, stattdessen werden die Ghettos nun von einer außerirdischen Rasse bewohnt, die vor 20 Jahren mit ihrem Mutterschiff über der Stadt Halt machte. Zur Aufrechterhaltung des status quo wurde die privatisierte Behörde Multinational Unit (MNU) ins Leben gerufen, die mit militärischer Gewalt für Ruhe in den Ghettos der von den Menschen wegen ihres Aussehens abschätzend als “prawns” (Garnelen) bezeichneten Ausserirdischen sorgen soll.

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THIRST_2

Der Priester Sang-hyeon hadert mit seiner Existenz als Diener Gottes auf Erden, genauer gesagt in einem Krankenhaus. Anstatt den Bedürftigen tatsächlich helfen zu können, kann er im Rahmen seiner Arbeit nur den Sterbenden Trost spenden. Getrieben vom Verlangen, Krankheit und Tod auch aktiv bekämpfen zu können, treibt es ihn nach Afrika, wo er an einem medizinischen Experiment zur Heilung des EV-Virus teilnehmen will. Die Überlebenschancen der Testpersonen sind aussichtslos gering, und dennoch überlebt Sang-yeon die Versuchsreihe als einziger der 500 Probanden. Es zeigt sich allerdings schnell, dass sein Überleben einen Preis hat, denn Sang-hyeon ist zu einem Vampir geworden, eine Existenz die für einen Priester natürlich ein Dilemma darstellt: denn wie soll er seinen Blutdurst stillen, wenn er nicht töten darf?
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Perry, a sheltered chemical engineer, falls in love with Leslie, a former homecoming princess, when he becomes a jury member at her hippie death cult murder trial.

Es war mir immer ein Rätsel, warum es bisher keine vernünftige Verfilmung der Charles Manson Geschichte gibt, die Story bietet doch genug Stoff für einen interessanten Thriller. Anscheinend hat nun jemand auch eine komische Seite an Manson und seiner mordenden Hippietruppe entdeckt und mit Leslie, My Name Is Evil eine Mansonkomödie gedreht, Sachen gibts…

Der Trailer macht mich jedenfalls neugierig, sieht nach einer eher bizarren RomCom mit jeder Menge Sex & Violence aus, leider bin ich mir noch nicht so sicher ob diese Mischung am Ende auch funktioniert oder ob das Ganze nicht eher doch ein Rohrkrepierer wird.

Wer den Trailer in High Definition sehen will/kann wird bei Apple fündig.

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Ole Bornedal Deliver Us From Evil Review

Den gut situierten Anwalt Johannes (Lasse Rimmer) zieht es mit seiner Familie aus der Großstadt zurück in sein Heimatdorf. Dort hofft er auf weniger Stress und mehr Zeit für seine Frau und Kinder. Als sein asozialer Bruder Lars (Jens Anderssen) bei einem Verkehrsunfall mit Todesopfer die Schuld Alain, dem einzigen Ausländer im Ort in die Schuhe schiebt, zeigen die Dorfbewohner ihr wahres Gesicht und lassen ihrem zunächst noch gezügelten Fremdenhass freien Lauf.

Dänemarks Ausnahmeregisseur Ole Bornedal, der 1994 mit Nachtwache einen modernen Thrillerklassiker quasi aus dem Nichts erschuf, widmet sich mit seinem neuen Film Deliver Us From Evil den Missständen in der von Xenophobie und Rassenhass durchdrängten dänischen Gesellschaft. Inspiration bezog er dabei von Sam Peckinpahs Klassiker Straw Dogs, dem nicht nur die grundlegende Geschichte des intellektuellen Aussenseiters und dessen Konfrontation mit Gewalt und Anarchie, sondern auch das Finale entliehen ist, in dem der wütende Mob das Haus von Johannes und seiner Familie belagert, in dem er Alain Unterschlupf gewährt. Auch stilistisch ist der Einfluss Peckinpahs unverkennbar, Bornedal inszeniert seine Parabel über die Auswirkungen von Fremdenhass und Gewalt in blassen, verwaschenen Farben, die Kamera immer eng am Gesicht der Figuren, die Gewalt plötzlich, explizit und erschreckend.

Doch das furchterregende an Deliver Us From Evil sind weder die home invasion-Sequenz im Finale noch die seltenen aber brutalen Gewaltspitzen, sondern die treffende Darstellung von Ausländerfeindlichkeit, den Menschen die sie in sich tragen und ihren Konsequenzen. Was zuerst aussieht wie klischeehafte Schwarzweißmalerei von zurückgebliebenen, asozialen Dorfdeppen einerseits sowie aufrechten und moralisch überlegenen Intellektuellen andererseits entpuppt sich bei näherem Hinsehen als durchaus realitätsnahes Bild einer ganzen Gesellschaft im Mikrokosmos eines kleinen Dorfes. Sämtliche Bevölkerungsgruppen werden hier von wenigen Personen repräsentiert, auch die Behörden, beziehungsweise der Staat und deren Rolle werden durch die zwei Dorfpolizisten verkörpert, die zu Beginn des Films über Dänemarks Asylpolitik diskutieren.

Dadurch wirkt Deliver Us From Evil stellenweise fast wie ein Theaterstück mit einer wichtigen und starken Moral, und Bornedal bedient sich auch immer wieder den symbolischen Stilmitteln des Theaters, lässt kurz vor der Eskalation beispielsweise dunkle Wolken im Zeitraffer aufziehen. Das hätte schnell nach hinten losgehen und kitschig werden können, unterstreicht aber lediglich den Charakter des Films als abstrakte Betrachtung eines konkreten und höchst aktuellen Problems. Auch wenn man bei einigen der extremen Äußerungen und Aktionen der Dorfbewohner fast laut lachen möchte, liegt die Tragik des Filmes darin, dass sie letztendlich nur die Realität in einem glücklicherweise zwar kleinen, aber nicht unbedeutenden Teil der Bevölkerung widerspiegeln, und das Problem dabei keinesfalls auf Dänemark beschränkt ist, sondern gerade auch in Deutschland existiert.

Neben der Anprangerung von Ausländerfeindlichkeit spielt auch die Gewalt in Deliver Us From Evil eine gewichtige Rolle. Wie schon das Vorbild Straw Dogs will Bornedal zeigen, dass es keine Unschuld mehr gibt, wenn man sich auf sie einlässt. Leider bleibt Bornedal dann am Ende in seiner Konsequenz etwas hinter diesem Ziel zurück. Wenn der Film in den letzten 20 Minuten mit der Hausbelagerung wie schon Straw Dogs den Sprung zum Thriller macht, wird die Entwicklung von Johannes und die Konsequenzen der Gewalt auf seinen Charakter nur angerissen, auch der moralische Konflikt zwischen ihm und seiner Frau Pernille wird etwas unter Wert verkauft. Dennoch bleibt Deliver Us From Evil eine unangenehmer und extrem spannender Sozialthriller, mit dem Bornedal seinem grimmigen Stil treu bleibt und ihn weiter perfektioniert.

8,5 / 10 Punkten

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dreadpic1b

Der introvertierte Filmstudent Stephen (Jackson Rathbone, Twilight) lernt den charismatischen Draufgänger Quaid (Shaun Evans) kennen, der seit er als Kind den brutalen Mord an seinen Eltern miterlebte fasziniert von der Furcht anderer Menschen ist. Er überredet Stephen dazu, für seine Abschlussarbeit einen Dokumentarfilm über eben jenes Thema zu drehen. Doch was als harmloses Interviewprojekt und Schularbeit beginnt, entwickelt sich bald zu einem tödlichen Spiel.

Nach Book Of Blood (Review) und Midnight Meat Train (Review) ist Dread bereits die dritte Verfilmung einer Kurzgeschichte des Horrorautors Clive Barker innerhalb kürzester Zeit. Pate für die Geschichte von Dread stand diesmal die Geschichte „Moloch Angst“, die sich deutlich vom übrigen Werk Barkers unterscheidet. Anstelle von explizitem, übernatürlichen Body Horror widmet sich Barker hier eher den psychologischen Abgründen der menschlichen Seele, was seine Geschichte keinesfalls weniger fürchterlich macht.

Mit seinem Debütfilm Dread liefert Regisseur Anthony DiBlasi, der mittlerweile Pascal Laugier (Martyrs) als Regisseur für das geplante Hellraiser Remake abgelöst hat, einen fiesen und verstörenden Psychothriller ab, der ohne viel Effekthascherei auskommt. Abgesehen von einigen durchaus blutigen Rückblenden und Alptraumsequenzen gibt es hier für eine Barkerverfilmung recht wenig Blut und Gekröse zu sehen, dennoch ist die psychische Gewalt in einigen Szenen so extrem, dass man kaum hinschauen möchte. Psychologischer Torture Porn sozusagen.

Unterstützt wird der Film vom jungen und noch recht unverbrauchten Cast, sowie DiBlasis stilsicheren Bildern. Leider können weder die Intensität noch die durchaus packende Stimmung von Dread darüber hinwegtäuschen, dass er bezüglich des Potentials seines eigenen Themas, der Angst und ihrer Wirkung auf die menschliche Psyche, nur an der Oberfläche kratzt und sich die große Erleuchtung, die der Film verspricht nicht so recht zu ergeben vermag. Dafür wird der Zuschauer am Ende nach einem spannenden und unterhaltsamen, wenn auch nicht gerade angenehmen, Film mit einem düsteren und bitterbösen Finale belohnt, wie man es von Barker kennt und liebt.

7/10 Punkten

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