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	<title>filmabend.info - news &#124; trailer &#124; reviews &#187; Reviews</title>
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	<description>Die Filmfans und Blogger omahabitch und Frankie besprechen aktuelle und kommende Kinofilme, Film Reviews, News und Trailer.</description>
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	<itunes:summary>Filmabend ist der offizielle Podcast von filmabend.info, einem kleinen Blog auf dem sich alles um Filme und Trailer dreht.

Im Podcast besprechen omahabitch und Frankie aktuelle News aus Hollwood, Kinofilme und Trailer.</itunes:summary>
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		<title>filmabend.info - news | trailer | reviews &#187; Reviews</title>
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		<title>Opas Filmkiste: Angriff der Riesenkralle (1957)</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 18:12:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frankie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Opas Filmkiste]]></category>
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		<category><![CDATA[Angriff der Riesenkralle]]></category>
		<category><![CDATA[Fred F. Sears]]></category>
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		<description><![CDATA[Tief in den Katakomben der großen Studios schlummer(te)n sie, die fast vergessenen „Perlen“ der diversen B-Movie-Abteilungen, deren Filme selten Preise gewannen oder groß im Rampenlicht standen, dafür aber oft das Rückgrat der Filmindustrie bildeten und als günstig produzierte Cash-Cows die berühmten Produktionen subventionierten. Einer der Herren dieser Einheiten war Sam Katzman, der als Produzent und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1001" title="6 giant claw PDVD_019" src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2010/07/6-giant-claw-PDVD_0191.jpg" alt="" width="610" height="341" /></p>
<p>Tief in den Katakomben der großen Studios schlummer(te)n sie, die fast  vergessenen „Perlen“ der diversen B-Movie-Abteilungen, deren Filme  selten Preise gewannen oder groß im Rampenlicht standen, dafür aber oft  das Rückgrat der Filmindustrie bildeten und als günstig produzierte  Cash-Cows die berühmten Produktionen subventionierten.<a href="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2010/07/Giant-Claw.jpg" ><img class="alignleft size-medium wp-image-1002" title="Giant Claw" src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2010/07/Giant-Claw-198x300.jpg" alt="" width="198" height="300" /></a> Einer der Herren  dieser Einheiten war Sam Katzman, der als Produzent und Regisseur u.a.  für Columbia lange Jahre im Dienst war. Während er mit <em>Twist Around the Clock</em> (1961)  vielleicht seinen größten finanziellen Erfolg als Produzent feierte,  war Katzman aber auch für einen heute berüchtigten Film verantwortlich: <strong>The Giant Claw</strong> (1957). Berüchtigt, weil er sich einen Namen als einer „der  schlechtesten Filme aller Zeiten“ gemacht hat, was sicherlich  übertrieben ist. Nichtsdestotrotz  wandelt sich der von den Plakaten  proklamierte Angriff auf die Nerven zu einem unfreiwilligen Angriff auf  die Lachmuskeln und schnell ist es nachvollziehbar, warum dieser 50s  Sci/Fi-Horror-Genremix eine breite Fangemeinde hat.</p>
<p>Schon der  Beginn lässt aufhorchen, wenn ein bierernster Off-Kommentator erst die  Fortschritte menschlicher Ingenieurkunst lobt, um dann wenig später auf  die sog. Ruhe vor dem Sturm hinzuweisen. Während dieser Szenen lernt der  Zuschauer auch die menschlichen Hauptakteure kennen, die gerade mit der  Kalibrierung einer Radaranlage der USAF beschäftigt sind: der  Elektronikexperte Mitch (Jeff Morrow) und seine hübsche Partnerin, die  Mathematikerin Sally (Mara Corday). Das Unheil nimmt seinen Lauf, als  Mitch bei einem Probeflug ein unbekanntes Flugobjekt sichtet – das  geschulte Auge erkennt einen undefinierbaren Klumpen vorbeihuschen. Doch  weder das Radar noch die alarmierten Abfangjäger können am Himmel etwas  erkennen. Kein Wunder also, dass Mitch aufgrund des vermeintlichen  Scherzes vor allem bei General Van Buskirk in Ungnade fällt. Als dann  jedoch mehrere Flugzeuge vermisst werden und Mitch und Sally bei einem  Flug zurück nach New York ebenfalls attackiert werden und abstürzen,  nimmt das Militär die Sache etwas ernster, denn jedes Mal war nichts zu  erkennen auf dem Radarschirm. <a href="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2010/07/6-giant-claw-PDVD_021.jpg" ><img class="alignright size-medium wp-image-1004" title="6 giant claw PDVD_021" src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2010/07/6-giant-claw-PDVD_021-300x167.jpg" alt="" width="300" height="167" /></a>Erst Aufklärungsbilder aus einem  Wetterballon bringen des Rätsels Lösung: man hat es mit einem Vogel zu  tun, der so groß wie ein Schlachtschiff ist. Alle Versuche, das  gefederte Monster abzuschießen, schlagen zuerst fehl, da der Vogel from  Outer Space einen Schutzschirm aus Antimaterie besitzt. Doch dann hat  Mitch die rettende Idee…</p>
<p style="text-align: left;">… und der Zuschauer liegt  zwischenzeitlich weinend auf dem Boden, den Bauch haltend aufgrund der  Lachkrämpfe. Dabei hätte der Film durchaus ordentlich werden können –  natürlich relativ gesehen angesichts der Geschichte – aber ein klammes  Budget durchkreuzte diese Pläne. Dass es nämlich auch anders geht, hat  Regisseur Fred F. Sears schon ein Jahr vorher bewiesen, wo er mit<em> Earth vs. the Flying Saucers</em> einen grundsoliden Genrebeitrag abgeliefert hat, inkl. der F/X des einzigartigen Ray Harryhausen. Jener war auch bei <strong>The Giant Claw</strong> im Gespräch, doch ohne Moos nix los und am Ende wurde nichts aus Stop  Motion-Effekten und dafür gab es diese mexikanische Vogelmarionette,  deren bizarres Aussehen – Irokesenschnitt, absurde Proportionen uvm. –  Lachanfälle auslöst, sobald sie auf der Leinwand auftaucht. Letzteres  dürften die Macher geahnt haben, deshalb muss man auch knapp eine halbe  Stunde auf den Auftritt warten. Doch damit nicht genug, glänzt der Film  weiterhin mit lächerlichen Rückprojektionsaufnahmen und exzessivem  Einsatz von Stock Footage – u.a. auch aus <em>Earth vs. the Flying Saucers</em> und vielen weiteren ähnlich gelagerten Genrebeiträgen – sodass es zu  atemberaubenden Kontinuitätspannen kommt, die die unfreiwillige Komik  fördern. Kombiniert mit der Tatsache, dass Cast &amp; Crew die Story an  sich trocken und ernst vortragen – der Off-Kommentator gibt sich die  größte Mühe – ist die Gaudi komplett. Dabei spielen Jeff Morrow und Mara  Corday gar nicht so übel und speziell die Szenen, in denen sie sich  Oneliner an den Kopf werfen dürfen, können überzeugen und bieten  (gewollt) humoristische Züge. Davon bleibt aber wenig in Erinnerung,  thront doch über Allem das mexikanische Antimaterie-Gummihühnchen und  wenn man dann auch noch liest, dass weder die Plakatgrafiker noch die  Schauspieler das „Monster“ vor der eigentlichen Premiere gesehen haben,  bekommt man einen ganz guten Eindruck, wie in so manch B-Schmiede wohl  gearbeitet wurde. Andererseits wäre der Film wohl komplett in der  Anonymität der Masse verschwunden, wenn er nicht so wunderbar schlecht  gemacht wäre. Also doch ein cleverer Schachzug von Sam Katzman und  seinem Team? Rein objektiv betrachtet bleibt am Ende nur ein recht  vernichtendes Urteil übrig und so bekommt dieses skurrile  Marionettenkuddelmuddel noch knapp 3 Punkte, während er sich unter  Trashgesichtspunkten sicherlich volle 10 Zähler gesichert hat.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="../wp-content/uploads/2010/07/6-giant-claw-PDVD_020.jpg"><img class="aligncenter" title="6 giant claw PDVD_020" src="../wp-content/uploads/2010/07/6-giant-claw-PDVD_020-300x167.jpg" alt="" width="300" height="167" /></a><em>Once more a frantic pilot radios in a report on a UFO. A bird. A bird as big as a Battleship!</em></p>
<p style="text-align: center;">Alle Wagemutigen können sich den Trailer nach dem Sprung anschauen.</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-998"></span></p>
<p><center><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/6sKGz-hQ0yg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/6sKGz-hQ0yg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></center></p>
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		<title>Kick Ass Review</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 23:08:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2010/05/chloe_moretz_hitgirl2.jpg" alt="chloe_moretz_hitgirl2" title="chloe_moretz_hitgirl2" class="aligncenter size-full wp-image-951" /></p>
<p>Daß Verfilmungen von Superheldencomics durchaus einträglich sein können, haben die Studiobosse längst gemerkt. Schließlich hat man mit den jeweiligen Comicfans schon mal eine relativ sichere Zielgruppe zur Verfügung und selbst Verfilmungen die als „Flop“ bezeichnet wurden erwiesen sich unterm Strich immer noch als profitabel. Umso überraschter muss Matthew Vaughn gewesen sein, als er auf der Suche nach Finanziers für seine Verfilmung des Graphic Novels „Kick Ass“ bei den Studios auf taube Ohren traf. Ausschlaggebend für diese Reaktion dürfte vor allem die Rolle von Hit Girl sein, einer 12jährigen Profikillerin die äußerst rabiat zur Sache geht und dabei Worte in den Mund nimmt, die selbst Linda Blair in Der Exorzist zur Ehre gereicht hätten.</p>
<p>Kick Ass eignet sich nun mal nicht zu einem PG-13 Vehikel und R-rated Superheldenfilme dürften für die Studios spätestens seit Watchmen leider tabu sein. Doch Vaughn wäre nicht der Ehemann von Claudia Schiffer, würde er sich von solchen Kleinigkeiten abhalten lassen. So produzierte er den Film kurzerhand auf eigene Faust und Verantwortung mit geliehenem Geld. Und die Sache hat sich gelohnt, wenn nicht in finanzieller, dann doch zumindest in qualitativer Hinsicht, denn Kick Ass ist pures Unterhaltungskino und liegt dabei doch so erfreulich weit neben der typisch amerikanischen Comedy-Spur.<br />
<span id="more-950"></span><br />
Dave Lizewski ist ein typischer Comicnerd ohne Selbstvertrauen oder Erfolg beim weiblichen Geschlecht. Er ist fasziniert von der Idee, seinen Comicidolen nachzueifern und als maskierter Rächer gegen das Böse zu kämpfen. Gleich bei seinem ersten Einsatz im Namen des Guten bekommt er allerdings nicht nur ein Messer in den Körper gerammt, sondern wird auch noch von einem Auto überfahren. Mit jeder Menge Stahlimplantaten im Körper wagt er einen neuen, etwas aber nicht gerade viel erfolgreicheren Versuch der Verbrechensbekämpfung und wird schnell zum Internetstar. In dem heroischen Vater-Tochter Gespann Big Daddy (Nicholas Cage) und Hit Girl (Chloe Moretz) findet er schnell Verbündete, in dem brutalen Mafiaboss Frank D`Amico aber auch einen gefährlichen Gegner.</p>
<p>Die Story klingt nach einer aus beliebigen Versatzstücken zusammengeschusterten Superheldenstory, doch Kick Ass ist im Grunde keine Fortführung der derzeitigen Comicfilmwelle sondern eher ein kleiner Bastard, ein Punk der die großen mit Pathos überfrachteten Vorbilder demontiert und ihnen (man verzeihe mir die allzu offensichtliche Floskel) in den Arsch tritt. Die Tagline auf dem deutschen Kinoplakat lautet dann auch nicht ohne Grund „keine Macht, keine Verantwortung“. Verantwortung und Moral kennt dieser Film in der Tat nicht. In Kick Ass wird geflucht, gewichst und gekillt, und zwar ordentlich. </p>
<p>Maßgeblich daran beteiligt ist Hit Girl, die eigentliche Attraktion des Films. Einerseits kleines, knuffiges Mädchen das am liebsten heisße Schokolade mit Marshmellows trinkt, andererseits fluchende Killer-Lolita, die in Sachen Gewalt nicht nur austeilt, sondern auch ordentlich einsteckt. Man fragt sich zwangsläufig wie Vaughn es geschafft hat, die durch ein kleines Mädchen verübten Gewaltorgien, vor allem die Szenen in denen dieses kleine <del datetime="2010-04-30T23:03:30+00:00">wehrlose</del> Ding von erwachsenen Männern mit Schüssen und Fausthieben malträtiert wird zu Publikumsunterhaltung zu machen, ohne dass der Zuschauer dabei das Gefühl hat es gehe zu weit oder sei nicht richtig, aber er hat es geschafft. Denn schaltet man erstmal jegliche moralischen Vorbehalte ab und lässt sich auf diese wilde Achterbahnfahrt ein, macht Kick Ass jede Menge Spaß. </p>
<p>Und mehr will dieser Film auch nicht. Man kann sicher einen Haufen Kritikpunkte finden wenn man denn will, vor allem Kenner der Vorlage werden einige Änderungen der Story bemängeln, man kann aber auch einfach mal anderthalb Stunden abschalten und Spaß an endlos verherrlichter Gewalt (mit der FSK 16 Freigabe übertrifft sich die FSK mal wieder selbst) haben ohne sich von den moralischen Dilemmas der ach so deprimierten Batmans und Spidermans der Welt runterziehen zu lassen. Wer Lust auf einen absolut nicht ernst gemeinten Kracher für einen Filmabend mit Männern hat, wird langfristig nicht an Kick Ass vorbeikommen.</p>
<p><strong>9/10 </strong></p>
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		<title>Splice Review</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 19:08:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Adrien Brody]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy Filmfest Nights 2010]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Forscherpärchen Elsa (Sarah Polly) und Clive (Adrien Brody) kreuzen in ihrem Labor die DNA verschiedener Tierarten, um aus deren Genen Medikamente gegen menschliche Krankheiten gewinnen zu können. Doch der Chefetage ihres Konzerns geht die Entwicklung nicht schnell genug voran. Um ihr Projekt zu retten, mixen die beiden daraufhin menschliche DNA in den Gencocktail. Wissenschaftler, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2010/03/splicefilmabend.jpg" alt="splicefilmabend" title="splicefilmabend" class="aligncenter size-full wp-image-931" /></p>
<p>Das Forscherpärchen Elsa (Sarah Polly) und Clive (Adrien Brody) kreuzen in ihrem Labor die DNA verschiedener Tierarten, um aus deren Genen Medikamente gegen menschliche Krankheiten gewinnen zu können. Doch der Chefetage ihres Konzerns geht die Entwicklung nicht schnell genug voran. Um ihr Projekt zu retten, mixen die beiden daraufhin menschliche DNA in den Gencocktail. </p>
<p>Wissenschaftler, die Gott spielen und dabei aus Neugier die Grenzen des moralisch Vertretbaren überschreiten liefern seit jeher interessanten Stoff für Sci-Fi-Horrorgeschichten der unterschiedlichsten Facetten. Doch während Geschichten wie &#8220;Frankenstein&#8221;, &#8220;Re-Animator&#8221;, &#8220;Die Fliege&#8221; oder &#8220;Jurassic Park&#8221; die monströsen Konsequenzen der Experimente im Vordergrund stellen und hierüber den Horror schaffen, legt Regisseur Vincenzo Natali („Cube“, „Cypher“, „Nothing“) den Fokus auf die Menschen und wie diese auf die Ereignisse reagieren. Splice wird dadurch über weite Strecken zu einem charakterbasierten Drama mit Science Fiction Elementen, bei dem die Protagonisten Elsa und Clive im Vordergrund stehen, nicht die Kreatur.<br />
<span id="more-930"></span></p>
<p>Tatsächlich funktioniert dieser Betrachtungswinkel überraschend gut, die Dynamik zwischen beiden Teilen des Pärchens ist von Anfang an interessant und wird durch ihre unterschiedlichen Reaktionen auf das seltsame Adoptivkind wider Willen auf ein neues Level katapultiert. Während Clive in der Beziehung derjenige mit dem Kinderwunsch ist und Elsa davon nichts wissen will, ist sie doch diejenige, die mütterliche Gefühle für die liebevoll „Dren“ („Nerd“ rückwärts) getaufte Kreatur entwickelt, während Clive zunächst nicht von seiner wissenschaftlich-distanzierten Betrachtung des Wesens abrückt. </p>
<p>Natali inszeniert den klassischen Horrorstoff also eher als eigenwilliges Beziehungsdrama mit leichten Horroranklängen, das dürfte viele Zuschauer die hier einen Kracher wie „Species“ erwarten enttäuschen, lässt man sich aber darauf ein, wird man mit einem spannenden Psychogramm über falschen Ehrgeiz und wissenschaftliche Ignoranz und Arroganz belohnt.</p>
<p>Optisch zieht Natali, dem bereits seit „Cube“ ein Ruf als Visionär vorauseilt, wieder alle Register. Bereits die opening credits, die einen Geburtsvorgang aus der Egoperspektive des Fötus zeigen, machen Eindruck. Auch im Rest des Films spielt Natali immer wieder mit interessanten Kameraperspektiven und Bildern. Wesentlich zur optischen Brillianz von Splice trägt auch das für einen Film dieses Maßstabs erstaunlich gute CGI sowie das Design Drens bei. Während die Kreatur zu Beginn noch komplett computergeneriert wurde, wird sie später von einer Schauspielerin (Delphine Chanéac) verkörpert, die trotz des etwas vefremdeten, nur andeutungsweise menschlichen Gesichts mit ihrer Mimik eine Unmenge an Emotionen zum Ausdruck bringt.</p>
<p>Am Ende opfert Natali die originelle Idee seines Sci-Fi Dramas dann leider doch noch einem typischen creature horror Showdown, bei dem die komplizierten emotionalen Verhältnisse zwischen Dren und ihren „Eltern“ auf der Strecke bleiben, wohl ein Zugeständnis an das diesmal doch ein bisschen höhere Budget.</p>
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		<title>Tief im bayerischen Wald &#8211; Hinter Kaifeck Review</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 00:08:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alexandra Maria Lara]]></category>
		<category><![CDATA[Benno Fürmann]]></category>
		<category><![CDATA[Hinter Kaifeck]]></category>

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		<description><![CDATA[Die deutsche Filmindustrie ist ja nicht gerade für spannende Thriller- oder Horrorfilme bekannt, das überlässt man lieber den Amerikanern, obwohl Filme wie Tattoo, Das Experiment und Antikörper durchaus gezeigt haben, dass ab und an auch hierzulande interessante Thrillerproduktionen entstehen. Hinter Kaifeck ist zumindest an der Oberfläche ein durchaus solider Mystery-Thriller, der sich an internationalen Standards [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/10/HinterKaifeck.jpg" alt="HinterKaifeck" title="HinterKaifeck" class="aligncenter size-full wp-image-874" /></p>
<p>Die deutsche Filmindustrie ist ja nicht gerade für spannende Thriller- oder Horrorfilme bekannt, das überlässt man lieber den Amerikanern, obwohl Filme wie <em>Tattoo, Das Experiment</em> und <em>Antikörper</em> durchaus gezeigt haben, dass ab und an auch hierzulande interessante Thrillerproduktionen entstehen. <em><a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt1170398/" >Hinter Kaifeck</a></em> ist zumindest an der Oberfläche ein durchaus solider Mystery-Thriller, der sich an internationalen Standards messen lassen kann.</p>
<p>Auf der Suche nach Motiven für sein Buch über bayerische Bräuche und Traditionen verschlägt es den Fotografen Marc (Benno Fürmann) mit seinem Sohn in das abgelegene bayerische Dorf Hinterkaifeck. Bald wird er von kryptischen Alpträumen und Visionen geplagt, die in Verbindung mit einem grausamen Mord zu stehen scheinen, der sich hier vor 80 Jahren ereignet hat. </p>
<p><em>Hinter Kaifeck</em> versteht es von Anfang an, eine intensive und unheilvolle Stimmung aufzubauen, und verzichtet dabei erfreulicherweise auf zu viele vorhersehbare Schockmomente. Der Gruselfaktor ergibt sich hier eher aus der ruhigen Erzählweise in Verbindung mit den grauen Bildern des ständig von dichten Nebelschwaden umgebenen Dorfes. Die rätselhaften Visionen der Hauptfigur sorgen schnell für Suspense und es dauert nicht lange bis dem Zuschauer die einzelnen Puzzlestücke präsentiert werden, die das Rätsel um Marcs Verbindung mit dem Mordfall Stück für Stück offenbaren. </p>
<p>Die Regisseurin <em>Esther Gronenborn</em> ergänzt das Ratespiel durch eine beeindruckende Bildästhetik, vor allem die bedrohlichen Traumszenen werden audiovisuell hervorragend inszeniert, handwerklich braucht Hinter Kaifeck hier keinen Vergleich mit Hollywood zu scheuen. Leider ist <em>Benno Fürmann</em> mit seiner Rolle im Gegensatz zu <em>Alexandra Maria Lara</em>, die hier wie gewohnt eine solide Vorstellung abliefert, sichtlich überfordert. Er wirkt hölzern und unsympathisch, in den Dialogen hat man fast das Gefühl er würde seinen Text ablesen.</p>
<p>Darüber hinaus geht Hinter Kaifeck nach dem großen Twist leider schnell die Luft aus. Auch wenn die Lösung des Rätsels noch durchaus Sinn macht, kippt der zuvor so angenehm atmosphärische Grusler schnell in altbekannte Action und abgedroschene Klischees. Das ist schade, weil der Film das eigentlich gar nicht nötig hätte. So bleibt Hinter Kaifeck ein vor allem zu Beginn spannender und handwerklich beeindruckender deutscher Thriller auf internationalem Niveau, der inhaltlich aber leider nichts Neues zu bieten hat. <strong>6,5/10</strong></p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/FCCMBj8DcO8&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/FCCMBj8DcO8&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
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		<title>Aufstand im Alienghetto &#8211; District 9 Review</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 21:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[District 9]]></category>
		<category><![CDATA[Neill Blomkamp]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Jackson]]></category>

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		<description><![CDATA[Südafrika gilt unter Europäern heute weithin als Urlaubsparadies, dessen blutige Apartheitsgeschichte spätestens seit Nelson Mandela weit weg scheint. Dass das Land noch immer mit den Auswirkungen der jahrzehntelangen Rassentrennung zu kämpfen hat, vergisst oder verschweigt man dabei gerne, indem man die unzähligen Ghettos und Townships, in denen ein großer Teil der schwarzen Bevölkerung noch heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/09/district_91.jpg" alt="District 9" title="District 9" class="aligncenter size-full wp-image-839" /></p>
<p>Südafrika gilt unter Europäern heute weithin als Urlaubsparadies, dessen blutige Apartheitsgeschichte spätestens seit Nelson Mandela weit weg scheint. Dass das Land noch immer mit den Auswirkungen der jahrzehntelangen Rassentrennung zu kämpfen hat, vergisst oder verschweigt man dabei gerne, indem man die unzähligen Ghettos und Townships, in denen ein großer Teil der schwarzen Bevölkerung noch heute lebt, einfach ignoriert. Der südafrikanische Werbefilmer Neill Blomkamp, der schon mit einem international bekannten <a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=D5kD4O2ATJU" >Citroen Werbespo</a>t seiner Science Fiction Affinität Ausdruck verlieh, verarbeitete die Missstände in seinem Heimatland vor einigen Jahren mit dem Kurzfilm <a href="http://www.filmabend.info/district-9-kurzfilmvorlage-fur-peter-jacksons-sci-fi-kracher/" >Alive In Joburg</a>. In Form einer Mockumentary wird statt der schwarzen Bevölkerung eine außerirdische Rasse Opfer der Apartheit. Die intelligente Kombination von Science Fiction und Sozialkritik brachte ihm nicht nur ein Engagement als Regisseur der Computerspielverfilmung Halo ein, sondern erregte auch die Aufmerksamkeit keines geringeren als des Erfolgsregisseurs und -produzenten Peter Jackson. Während aus der Sache mit Halo abgesehen von einem durchaus beeindruckenden <a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=kyKSaXsg-PE" >Promospot</a> leider nichts wurde, und Blomkamp seine Rückkehr zu dem Projekt mittlerweile kategorisch ausschließt, entstand aus der Zusammenarbeit mit Peter Jackson nun <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt1136608/" >District 9</a>, eine abendfüllende Adaption seines Kurzfilms.</p>
<p>Johannesburg in einer nahen Zukunft: Die Rassentrennung zwischen Weißen und Schwarzen Südafrikanern ist vollständig überwunden, stattdessen werden die Ghettos nun von einer außerirdischen Rasse bewohnt, die vor 20 Jahren mit ihrem Mutterschiff über der Stadt Halt machte. Zur Aufrechterhaltung des status quo wurde die privatisierte Behörde Multinational Unit (MNU) ins Leben gerufen, die mit militärischer Gewalt für Ruhe in den Ghettos der von den Menschen wegen ihres Aussehens abschätzend als &#8220;prawns&#8221; (Garnelen) bezeichneten Ausserirdischen sorgen soll.</p>
<p><span id="more-838"></span></p>
<p>Da sich die Menschen von den prawns dennoch bedroht und belästigt fühlen, sollen die Ghettos in einer großangelegten Aktion gesäubert und deren Bewohner weit abseits der Städte in Konzentrationslager umgesiedelt werden. Verantwortlich für den sauberen Ablauf dieses Unterfangens ist Wikus Van Der Merwe (Sharlto Copley), ein eher einfältiger Trottel, der seinen Job lediglich seinem Schwiegervater verdankt. Als Wikus in Ausübung seiner Pflichten in Kontakt mit einer außerirdischen Substanz gerät, und sich seine DNA mit der der prawns mischt, wird er plötzlich selbst zum Ziel der MNU, die in ihm die Chance sieht, die Waffen der Ausserirdischen nutzen und kopieren zu können. Gejagt von einer überaus brutalen Spezialeinheit flieht Wikus schließlich selbst in das Ghetto District 9.</p>
<p>Wie schon Alive In Joburg beginnt auch District 9 als Mockumentary. Ein Kamerateam begleitet Wikus und die MNU Soldaten auf ihrer Tour durch District 9, immer wieder unterbrochen durch Intervieweinschübe, die die Hintergrundgeschichte näher beleuchten. In diesen Szenen ist District 9 eine clevere Allegorie auf die Apartheit im Speziellen, und rassistische Terrorregime im Allgemeinen. Wie in jeder Diktatur wird versucht, dem Terror eine rechtliche Legitimation zu geben, in dem die Ausserirdischen wie schon die Juden im Dritten Reich kurz vor dem Abtransport Verfügungen zugestellt bekommen, die Handlanger dieses Regimes sind wie Wikus völlig normale Menschen, Räder im System, die mit der Sorgfältigkeit und Gründlichkeit eines Beamten &#8220;nur&#8221; ihren Job machen. Wikus betrachtet die prawns wie die meisten anderen Menschen nicht als Lebewesen, sondern als rechtlose Objekte, als die er die unwillkommen Besucher studiert und deren Sprache gelernt hat.</p>
<p>Wäre District 9 ein Hollywoodfilm, könnte man den Rest des Films und vor allem die Entwicklung Wickus zum geläuterten Freiheitskämpfer für die unterdrückte Spezies schnell absehen. Interessanterweise geht Blomkamp diesen Schritt nicht. Selbst als Wickus zum Gejagten wird, und in ihm durchaus so etwas wie moralische Bedenken aufkommen, überschreitet er nie die Grenze zum Helden, seine Motive für die notgedrungene Verbrüderung mit den prawns bleiben immer hauptsächlich egoistisch aber eben auch nachvollziehbar. Kein strahlender Held, der selbstlos den Kampf der Schwachen gegen den übermächtigen Gegner führt. Das macht seinen Charakter zwar nicht wirklich sympathisch, aber sehr realistisch und ermöglicht dem Zuschauer dadurch dennoch die Identifikation mit Wickus. Insgesamt ist District 9 in seinen besten Momenten ein intelligenter, und vor allem überaus origineller Science Fiction Film, der mit seinem neuen Ansatz und dem ungewöhnlichen Protagonisten das Zeug zu einem zeitlosen Genreklassiker hätte.</p>
<p>Da ist es fast ein bisschen ärgerlich, dass Blomkamp nach den ersten, sehr ambitionierten zwei Dritteln des Films jeglichen inhaltlichen Anspruch fallen und es von hier an nur noch krachen lässt. Denn die letzte halbe Stunde von District 9 ist reines Bombastkino mit schneller und lauter Action, zerplatzenden Körpern, Kopfschüssen und einer ganzen Menge Explosionen. Zumindest sind diese Sequenzen handwerklich extrem gut gemacht, vor allem das für einen Film von diesem Ausmaß fast schon lächerliche Budget von 30 Millionen Dollar scheint weder Blomkamps Kreativität noch dem adrenalingeladenen Krawall auf der Leinwand Grenzen gesetzt zu haben. Die Feuergefechte mit den MNU Soldaten sind packend inszeniert, vor allem eine kurze aber beeindruckende Egoshootersequenz sticht hier heraus. Und wenn Blomkamp Wikus am Ende in einem Roboteranzug auf die Soldatenschergen hetzt, fragt man sich fast wer nochmal dieser Michael Bay war.</p>
<p>Auch wenn Blomkamp mit diesem Teil des Films sein außergewöhnliches Talent als Science Fiction und Actionregisseur zeigt, wirkt der plötzliche Richtungswechsel doch ein bisschen als Bruch im gesamten Film. Dem kommerziellen Erfolg hat das natürlich nicht geschadet, und immerhin ist es erfreulich dass ein über weite Strecken cleverer und origineller Film wie District 9 auch an den amerikanischen Kinokassen im großen Stil abkassierte. Dem Sequel, für das die Tür am Ende des Films weit aufgemacht wird, darf man jedenfalls erwartungsvoll entgegenblicken, und wenn Neill Blomkamp nicht richtig Mist baut dürfte ihm eine steile Hollywoodkarriere sicher sein.</p>
<p><b>8/10</b></p>
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		<title>Von Priestern und Vampiren &#8211; Thirst (Durst) Review</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 19:49:59 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Park Chan-wook]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Priester Sang-hyeon hadert mit seiner Existenz als Diener Gottes auf Erden, genauer gesagt in einem Krankenhaus. Anstatt den Bedürftigen tatsächlich helfen zu können, kann er im Rahmen seiner Arbeit nur den Sterbenden Trost spenden. Getrieben vom Verlangen, Krankheit und Tod auch aktiv bekämpfen zu können, treibt es ihn nach Afrika, wo er an einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/09/THIRST_21.jpg" alt="THIRST_2" title="THIRST_2" class="aligncenter size-full wp-image-835" /></p>
<p>Der Priester Sang-hyeon hadert mit seiner Existenz als Diener Gottes auf Erden, genauer gesagt in einem Krankenhaus. Anstatt den Bedürftigen tatsächlich helfen zu können, kann er im Rahmen seiner Arbeit nur den Sterbenden Trost spenden. Getrieben vom Verlangen, Krankheit und Tod auch aktiv bekämpfen zu können, treibt es ihn nach Afrika, wo er an einem medizinischen Experiment zur Heilung des EV-Virus teilnehmen will. Die Überlebenschancen der Testpersonen sind aussichtslos gering, und dennoch überlebt Sang-yeon die Versuchsreihe als einziger der 500 Probanden. Es zeigt sich allerdings schnell, dass sein Überleben einen Preis hat, denn Sang-hyeon ist zu einem Vampir geworden, eine Existenz die für einen Priester natürlich ein Dilemma darstellt: denn wie soll er seinen Blutdurst stillen, wenn er nicht töten darf?</p>
<p><span id="more-834"></span></p>
<p>Noch problematischer wird die Situation für Sang-yeon, als er Tae-joo trifft, die er schon als kleines Mädchen kannte. Tae-joo ist unfreiwillig und unglücklich mit dem Sohn ihrer Adoptivmutter verheiratet, und wird von beiden als Hausmädchen gehalten. Durch diese Begegnung wird Sang-hyeon erstmals mit Verführung und irdischen Gelüsten konfrontiert, denen er (so viel sei verraten) schnell erliegt. Trotz seiner anfänglichen Gegenwehr fallen Sang-hyeons Prinzipien von nun an wie Dominosteine, und die Beziehung mit Tae-joo schlägt eine immer destruktivere Richtung ein.</p>
<p>Als &#8220;Park Chan-wooks erster Vampirfilm&#8221; wird <i>Thirst</i> beworben. Dieser Satz ist zwar sicher eher Marketing-Gag und Anspielung auf seine Rachetrilogie (<i>Sympathy for Mr. Vengeance</i>, <i>Oldboy</i>, Lady <i>Vengeance</i>) als das Versprechen einer neuen Vampirtrilogie, täuscht aber auch darüber hinweg, dass sich Chan-wook hier keinesfalls in neue Gefilde begibt. Die philosophischen Themen Moral, Schuld und Verantwortung spielen in <i>Thirst</i> eine ebenso prominente Rolle wie in seiner Rachetrilogie, selbst die fast schon inzestuösen Verhältnisse in Tae-joos &#8220;Familie&#8221; erinnern nicht ganz entfernt an Oldboy. Bei <i>Thirst</i> handelt es sich auch nicht um einen klassischen Vampirfilm, denn die übernatürlichen Elemente dienen hier ähnlich wie schon beim grandiosen Let The Right One In lediglich als Metapher. In <i>Thirst</i> geht es nicht um einen blutsaugenden Vampir, sondern um einen Menschen in einer Identitätskrise, dessen Prinzipien in Frage gestellt werden, hier um einen Priester der vom Glauben abfällt. Dabei ist dieses an sich schon komplexe Thema nur eines der vielen existentiellen Elemente, die Chan-wook hier Schicht für Schicht übereinander legt. Trotz gelegentlicher Zugeständnisse, die Chan-wook an das Horrorgenre in Form vereinzelter (aber höchst expliziter) Gewaltausbrüche macht, bleibt <i>Thirst</i> in erster Linie ein komplexes Drama, kein unterhaltsamer Horrorfilm.</p>
<p>Wo <i>Oldboy</i> mit der Suche seines Protagonisten nach dem wer und warum noch einen zwar komplexen aber zugänglichen weil klassischen Spannungsbogen hatte, dem Zuschauer am Ende aber ein kryptisches Rätsel als Lösung präsentierte, fehlt es in <i>Thirst</i> an solch einer klassischen Narrative. Stattdessen setzt Park Chan-wook fast ausschließlich auf die Entwicklung seiner Charaktere und die Wucht seiner Bilder. Und das gelingt ihm ausgesprochen gut. Es wurde schon viel über die herausragende Szene geschrieben, in der Sang-hyeon mit Tae-joo in den Armen über die Dächer der Stadt springt, und die Kamera dabei immer eng auf dem Gesicht seiner freudestrahlenden Angebeteten bleibt, dem Zuschauer ein echtes &#8220;mittendrin&#8221; Gefühl gibt, das ein leises aber kollektives Raunen durch das Kinopublikum gehen lies. Doch auch die übrigen Szenen sind nicht nur einfach &#8220;schön&#8221; gefilmt, sondern zerbersten fast vor Ästhetik und Symbolik und machen <i>Thirst</i> zu einem handwerklich exzellenten Film, der einfach auf der großen Leinwand gesehen werden muss.</p>
<p>Und bei aller Komplexität der behandelten Themen wirkt <i>Thirst</i> doch nicht wirklich schwerfällig oder gar pretentiös, wird immer wieder durch komische Momente und Situationen aufgelockert, bietet überraschende, teilweise bizarre Wendungen. Gerade in diesen grotesken kleinen Momenten, die teilweise brüllend komisch, teilweise erschreckend sind, läuft der Regisseur zu Höchstform auf. Dadurch wird <i>Thirst</i> trotz seiner Laufzeit und der fehlenden klassischen Narrative nie langweilig, was den Film wohl leider nicht davor bewahrt, dennoch von einem großen Teil des Publikums nicht angenommen zu werden. Denn wenn Park Chan-wook in der zweiten Hälfte des Films surreale Elemente einbindet, Traum und Realität in ästhetisch zwar höchst anspruchsvollen aber eben auch verwirrenden Bildern fließend vermischt, verlangt er vom Zuschauer, dass er sich nach dem bisher ohnehin schon ungewöhnlichen Film nun auch noch auf diesen Schritt einlässt. Diesem Wunsch wird sicher nicht jeder nachkommen können oder wollen. Es spricht aber für ihn, dass er trotz seinem gefestigten Status immer noch Risiken eingeht, neue Wege geht, die dann zu solchen Perlen des asiatischen Kinos wie Thirst führen.</p>
<p><b>9,5/10</b></p>
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		<title>Straw Dogs in Dänemark: Deliver Us From Evil Review</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 21:37:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Den gut situierten Anwalt Johannes (Lasse Rimmer) zieht es mit seiner Familie aus der Großstadt zurück in sein Heimatdorf. Dort hofft er auf weniger Stress und mehr Zeit für seine Frau und Kinder. Als sein asozialer Bruder Lars (Jens Anderssen) bei einem Verkehrsunfall mit Todesopfer die Schuld Alain, dem einzigen Ausländer im Ort in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-821" title="deliver_03" src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/09/deliver_03.jpg" alt="Ole Bornedal Deliver Us From Evil Review" /></p>
<p>Den gut situierten Anwalt Johannes (Lasse Rimmer) zieht es mit seiner Familie aus der Großstadt zurück in sein Heimatdorf. Dort hofft er auf weniger Stress und mehr Zeit für seine Frau und Kinder. Als sein asozialer Bruder Lars (Jens Anderssen) bei einem Verkehrsunfall mit Todesopfer die Schuld Alain, dem einzigen Ausländer im Ort in die Schuhe schiebt, zeigen die Dorfbewohner ihr wahres Gesicht und lassen ihrem zunächst noch gezügelten Fremdenhass freien Lauf.</p>
<p>Dänemarks Ausnahmeregisseur Ole Bornedal, der 1994 mit Nachtwache einen modernen Thrillerklassiker quasi aus dem Nichts erschuf, widmet sich mit seinem neuen Film Deliver Us From Evil den Missständen in der von Xenophobie und Rassenhass durchdrängten dänischen Gesellschaft. Inspiration bezog er dabei von Sam Peckinpahs Klassiker Straw Dogs, dem nicht nur die grundlegende Geschichte des intellektuellen Aussenseiters und dessen Konfrontation mit Gewalt und Anarchie, sondern auch das Finale entliehen ist, in dem der wütende Mob das Haus von Johannes und seiner Familie belagert, in dem er Alain Unterschlupf gewährt. Auch stilistisch ist der Einfluss Peckinpahs unverkennbar, Bornedal inszeniert seine Parabel über die Auswirkungen von Fremdenhass und Gewalt in blassen, verwaschenen Farben, die Kamera immer eng am Gesicht der Figuren, die Gewalt plötzlich, explizit und erschreckend.</p>
<p>Doch das furchterregende an Deliver Us From Evil sind weder die home invasion-Sequenz im Finale noch die seltenen aber brutalen Gewaltspitzen, sondern die treffende Darstellung von Ausländerfeindlichkeit, den Menschen die sie in sich tragen und ihren Konsequenzen. Was zuerst aussieht wie klischeehafte Schwarzweißmalerei von zurückgebliebenen, asozialen Dorfdeppen einerseits sowie aufrechten und moralisch überlegenen Intellektuellen andererseits entpuppt sich bei näherem Hinsehen als durchaus realitätsnahes Bild einer ganzen Gesellschaft im Mikrokosmos eines kleinen Dorfes. Sämtliche Bevölkerungsgruppen werden hier von wenigen Personen repräsentiert, auch die Behörden, beziehungsweise der Staat und deren Rolle werden durch die zwei Dorfpolizisten verkörpert, die zu Beginn des Films über Dänemarks Asylpolitik diskutieren.</p>
<p>Dadurch wirkt Deliver Us From Evil stellenweise fast wie ein Theaterstück mit einer wichtigen und starken Moral, und Bornedal bedient sich auch immer wieder den symbolischen Stilmitteln des Theaters, lässt kurz vor der Eskalation beispielsweise dunkle Wolken im Zeitraffer aufziehen. Das hätte schnell nach hinten losgehen und kitschig werden können, unterstreicht aber lediglich den Charakter des Films als abstrakte Betrachtung eines konkreten und höchst aktuellen Problems. Auch wenn man bei einigen der extremen Äußerungen und Aktionen der Dorfbewohner fast laut lachen möchte, liegt die Tragik des Filmes darin, dass sie letztendlich nur die Realität in einem glücklicherweise zwar kleinen, aber nicht unbedeutenden Teil der Bevölkerung widerspiegeln, und das Problem dabei keinesfalls auf Dänemark beschränkt ist, sondern gerade auch in Deutschland existiert.</p>
<p>Neben der Anprangerung von Ausländerfeindlichkeit spielt auch die Gewalt in Deliver Us From Evil eine gewichtige Rolle. Wie schon das Vorbild Straw Dogs will Bornedal zeigen, dass es keine Unschuld mehr gibt, wenn man sich auf sie einlässt. Leider bleibt Bornedal dann am Ende in seiner Konsequenz etwas hinter diesem Ziel zurück. Wenn der Film in den letzten 20 Minuten mit der Hausbelagerung wie schon Straw Dogs den Sprung zum Thriller macht, wird die Entwicklung von Johannes und die Konsequenzen der Gewalt auf seinen Charakter nur angerissen, auch der moralische Konflikt zwischen ihm und seiner Frau Pernille wird etwas unter Wert verkauft. Dennoch bleibt Deliver Us From Evil eine unangenehmer und extrem spannender Sozialthriller, mit dem Bornedal seinem grimmigen Stil treu bleibt und ihn weiter perfektioniert.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>8,5 / 10 Punkten</strong></p>
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		<title>FFF 2009: Pychologischer Torture Porn &#8211; Dread Review</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 21:33:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der introvertierte Filmstudent Stephen (Jackson Rathbone, Twilight) lernt den charismatischen Draufgänger Quaid (Shaun Evans) kennen, der seit er als Kind den brutalen Mord an seinen Eltern miterlebte fasziniert von der Furcht anderer Menschen ist. Er überredet Stephen dazu, für seine Abschlussarbeit einen Dokumentarfilm über eben jenes Thema zu drehen. Doch was als harmloses Interviewprojekt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/09/dreadpic1b1.jpg" alt="dreadpic1b" title="dreadpic1b" class="aligncenter size-full wp-image-824" /></p>
<p>Der introvertierte Filmstudent Stephen (Jackson Rathbone, Twilight) lernt den charismatischen Draufgänger Quaid (Shaun Evans) kennen, der seit er als Kind den brutalen Mord an seinen Eltern miterlebte fasziniert von der Furcht anderer Menschen ist. Er überredet Stephen dazu, für seine Abschlussarbeit einen Dokumentarfilm über eben jenes Thema zu drehen. Doch was als harmloses Interviewprojekt und Schularbeit beginnt, entwickelt sich bald zu einem tödlichen Spiel.</p>
<p>Nach Book Of Blood (<a href="http://www.filmabend.info/fffn-2009-book-of-blood-review/" >Review</a>) und Midnight Meat Train (<a href="http://www.filmabend.info/midnight-meat-train-review/" >Review</a>) ist Dread bereits die dritte Verfilmung einer Kurzgeschichte des Horrorautors Clive Barker innerhalb kürzester Zeit. Pate für die Geschichte von Dread stand diesmal die Geschichte „Moloch Angst“, die sich deutlich vom übrigen Werk Barkers unterscheidet. Anstelle von explizitem, übernatürlichen Body Horror widmet sich Barker hier eher den psychologischen Abgründen der menschlichen Seele, was seine Geschichte keinesfalls weniger fürchterlich macht.</p>
<p>Mit seinem Debütfilm Dread liefert Regisseur Anthony DiBlasi, der mittlerweile Pascal Laugier (Martyrs) als Regisseur für das geplante Hellraiser Remake abgelöst hat, einen fiesen und verstörenden Psychothriller ab, der ohne viel Effekthascherei auskommt. Abgesehen von einigen durchaus blutigen Rückblenden und Alptraumsequenzen gibt es hier für eine Barkerverfilmung recht wenig Blut und Gekröse zu sehen, dennoch ist die psychische Gewalt in einigen Szenen so extrem, dass man kaum hinschauen möchte. Psychologischer Torture Porn sozusagen.</p>
<p>Unterstützt wird der Film vom jungen und noch recht unverbrauchten Cast, sowie DiBlasis stilsicheren Bildern. Leider können weder die Intensität noch die durchaus packende Stimmung von Dread darüber hinwegtäuschen, dass er bezüglich des Potentials seines eigenen Themas, der Angst und ihrer Wirkung auf die menschliche Psyche, nur an der Oberfläche kratzt und sich die große Erleuchtung, die der Film verspricht nicht so recht zu ergeben vermag. Dafür wird der Zuschauer am Ende nach einem spannenden und unterhaltsamen, wenn auch nicht gerade angenehmen, Film mit einem düsteren und bitterbösen Finale belohnt, wie man es von Barker kennt und liebt.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>7/10 Punkten</strong></p>
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		<title>FFF 2009: Auf der dunklen Seite des Mondes &#8211; Moon Review</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 21:30:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Duncan Jones]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy Filmfest]]></category>
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		<category><![CDATA[Kevin Spacey]]></category>
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		<category><![CDATA[Sam Rockwell]]></category>

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		<description><![CDATA[Sam Bell (Sam Rockwell) führt in einer Basis auf der dunklen Seite des Mondes ein einsames Dasein. Sein Auftrag: Der Abbau eines wertvollen Rohstoffes, der in der Zukunft den Großteil des Energiebedarfs der Erde deckt. In zwei Wochen wird sein Vertrag auslaufen, und er kann endlich zu seiner Familie auf der Erde zurückkehren. Doch nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/09/rockwell-moon-21.jpg" alt="rockwell-moon-21" title="rockwell-moon-21" class="aligncenter size-full wp-image-811" /></p>
<p>Sam Bell (Sam Rockwell) führt in einer Basis auf der dunklen Seite des Mondes ein einsames Dasein. Sein Auftrag: Der Abbau eines wertvollen Rohstoffes, der in der Zukunft den Großteil des Energiebedarfs der Erde deckt. In zwei Wochen wird sein Vertrag auslaufen, und er kann endlich zu seiner Familie auf der Erde zurückkehren. Doch nach einem schweren Arbeitsunfall macht er eine Entdeckung, die nicht nur seine Rückkehr, sondern seine gesamte Existenz in Frage stellt.</p>
<p>Nachdem das Science Fiction Genre in den letzten Jahren eher von leichtverdräglichen Bombastorgien wie <em>Terminator: Salvation</em> oder <em>Transformers</em> in Beschlag genommen wurde, liefert Duncan Jones mit <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt1182345/" >Moon</a> eine Hommage an die Zeit ab, in der Science Fiction noch eher über die Story als atemberaubende Effekte funktionierte, und zitiert seine Vorbilder mehr oder weniger deutlich. Am auffälligsten ist hierbei das Design von Sam Bells einzigem Gesprächspartner, dem Roboter Gerty, der durch seine emotionslose, aber dennoch einlullende und beruhigende Stimme (Kevin Spacey) klare Ähnlichkeit zu HAL in <em>2001 – A Space Odyssey</em> hat, auch wenn dessen rote LED ein Web 2.0-konformes Update auf einen Smiley spendiert bekam. Aber auch andere Genreklassiker wie <em>Outland</em> standen offensichtlich Pate für die sterile und klaustrophobische Stimmung des Films. </p>
<p>Dem niedrigen Budget zum Trotz beweist Duncan Jones mit Moon, dass Independent Science Fiction nicht billig aussehen muss. Sowohl das Setdesign im Inneren der Raumstation als auch die atmosphärischen Bilder der kargen Mondoberfläche erreichen locker Hollywoodstandard. Weit über diesen Standard hinaus geht aber die Performance von Sam Rockwell, der diesen Film quasi im Alleingang trägt, und mit Moon seinen Status als einer der am meisten unterschätzten Schauspieler Hollywoods untermauert. Völlig unverständlich, warum Rockwell mit seinem enormen mimischen Repertoire und seiner natürlichen Coolness noch nicht einmal für einen Oscar nominiert war. In Moon kann er in seiner Doppelrolle einmal mehr zeigen, was er drauf hat, wechselnd fließend zwischen Tragik und Komik, ohne hierbei der Gefahr des overactings zu verfallen.</p>
<p>Was Moon dann aber insgesamt hinter seinen Vorbildern etwas zurückbleiben lässt, ist die Dramaturgie die vor allem am Ende des Films doch etwas enttäuscht. Was als erstklassig gespieltes, ambitioniertes Kammerspiel mit philosophischen Anklängen beginnt, kommt am Ende leider nicht über die Spannung einer guten Outer Limits Folge hinaus. Jones verschenkt hier gerade am Ende auch viel Potential, indem er Gerty nicht als das zusätzliche Plot- und Spannungselement nutzt, zu dem er den Roboter ganz in HAL-Manier zunächst aufbaute. Stattdessen wird der mögliche Konflikt zwischen Mensch und Maschine mit einem unspektakulären Drehbuchtrick einfach weggeschrieben. </p>
<p>Insgesamt ist Moon ein netter und erfrischender kleiner Science Fiction Thriller mit einem hervorragenden Hauptdarsteller aber leider auch viel verschenktem Potential. </p>
<p><strong>7,5 / 10 Punkte</strong></p>
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		<title>Inglourious Basterds Review</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 19:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[August Diehl]]></category>
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		<category><![CDATA[Inglourious Basterds]]></category>
		<category><![CDATA[Quentin Tarantino]]></category>
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		<description><![CDATA[Quentin Tarantino ist zurück. Nachdem der Kultregisseur mit seinem letzten Output Death Proof eher enttäuschte und selbst von seinen ansonsten so loyalen Fanboys erstmals Kritik zu hören bekam, besinnt sich Tarantino mit Inglourious Basterds auf das, was er wirklich kann: Interessante Charaktere erschaffen, die sich in ellenlangen aber dennoch faszinierenden Dialogen und gelegentlichen Gewaltausbrüchen präsentieren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/08/basterd_670.jpg" alt="basterd_670" title="basterd_670" class="aligncenter size-full wp-image-768" /></p>
<p>Quentin Tarantino ist zurück. Nachdem der Kultregisseur mit seinem letzten Output <em><a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt1028528/" >Death Proof</a></em> eher enttäuschte und selbst von seinen ansonsten so loyalen Fanboys erstmals Kritik zu hören bekam, besinnt sich Tarantino mit <em><a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0361748/" >Inglourious Basterds</a></em> auf das, was er wirklich kann: Interessante Charaktere erschaffen, die sich in ellenlangen aber dennoch faszinierenden Dialogen und gelegentlichen Gewaltausbrüchen präsentieren. Verpackt ist das ganze wie immer in eine Art Hommage, diesmal bediente sich Tarantino bei Italowestern und Weltkriegsfilmen, vermengt diese Genres zu einem unterhaltsamen Mix, der zwar keine große Story, aber jede Menge grandiose Momente zu bieten hat.</p>
<p>Die Handlung von <em>Inglorious Basterds</em> ist schnell erzählt, eine kleine Militäreinheit, angeführt von Aldo Rayne (Brad Pitt) macht in Frankreich Jagd auf Nazis, ihr größter Coup soll während der Premiere eines deutschen Propagandafilms in Paris erfolgen, doch auch die jüdische Besitzerin des Kinos, Shaushanna, hat ihre eigenen Pläne um mit der anwesenden Nazielite abzurechnen. Wie so oft bei Tarantino dient diese dünne Story nur als Grundlage für die einzelnen Szenen, die für sich genommen fast alleine stehen und den Kern des Films ausmachen. Tarantino kaschiert das Fehlen einer klassischen Narrative einmal mehr mit der Unterteilung des Films in verschiedene Kapitel, die alle ihren eigenen Spannungsbogen und teilweise sogar eigenen Stil besitzen.<br />
<span id="more-764"></span><br />
Und wie so oft leitet er auch <em>Inglourious Basterds</em> mit einer ausgedehnten Dialogszene zwischen dem „Jew Hunter“ Hans Landa (phänomenal: <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm0910607/" >Christoph Waltz</a>) und einem französischen Farmer ein. Landa ist der faszinierendste Charakter, den Tarantino jemals geschrieben hat, vielleicht sogar einer der großartigsten Antagonisten der Filmgeschichte. Stets freundlich und zuvorkommend, fast schon väterlich, hochintelligent und mit einem an Sherlock Holmes erinnernden Instinkt ausgestattet, fast ist man geneigt den Mann in der grauen SS-Uniform sympathisch zu finden, was seine immer wieder plötzlich durchscheinende Kaltblütigkeit und Brutalität noch perfider und schockierender wirken lässt. In dieser ersten Szene jedenfalls zeigen sich Tarantino und Waltz in Hochform. Gefühlte 20 Minuten reiner Dialog, dennoch könnte die Szene kaum spannender und fesselnder sein. </p>
<p>Mit Ausnahme der talentfreien Zone <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm1208167/" >Diane Kruger</a> als Agentin Bridget von Hammersmark sind auch die übrigen Rollen stark besetzt, Tarantino begeht glücklicherweise nicht denselben Fehler wie <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0120815/" >Spielberg</a> oder <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0985699/" >Bryan Singer</a>, die deutschen und französischen Rollen mit amerikanischen Schauspielern zu besetzen, sondern engagierte tatsächliche native speaker, was die Dialogszenen nicht nur realistischer macht, sondern zudem zu einem Sprachmix aus deutsch, englisch und französisch führt, der in Inglourious Basterds fast schon als Stilmittel eingesetzt wird. Neben <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm0117709/" >Daniel Brühl</a> als Kriegsheld und Filmstar Fredrik Zöller darf unter anderem auch <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm0225944/" >August Diehl</a> in einer grandiosen Szene beweisen, dass er mehr drauf hat als er in den üblichen deutschen Fliessbandproduktionen bisher zeigen konnte. Selbst <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm0001709/" >Til Schweiger</a> agiert unter Tarantinos Führung erfreulich unnervig, was aber auch daran liegen könnte dass er nur zwei Sätze sprechen muss.</p>
<p>Brad Pitt mimt in <em>Inglourious Basterds</em> mal wieder den harten Hund, und während sein breiter Südstaatenakzent im Trailer noch befremdlich und aufgesetzt wirkte, unterstützt seine Sprechweise im Film seinen Charakter als simplen aber unerschrockenen und brutalen Fighter. Dies rettet ihn aber letztendlich auch nicht davor, als direkter Gegenspieler von Christoph Waltz von selbigem hoffnungslos an die Wand gespielt zu werden. Und hier fangen die Probleme von Inglourious Basterds dann auch an: So eindrucksvoll und faszienierend Hans Landa als Antagonist auch ist, er hat einfach kein ernstzunehmendes Gegengewicht. Die Basterds wirken eher wie Randfiguren, mit Ausnahme von Brad Pitt, Eli Roth und Til Schweiger werden die Mitglieder der Truppe auch gar nicht erst charakterisiert, bleiben uninteressant. Auch Shaushanna, die eigentliche Protagonistin kann diese Lücke nicht füllen.</p>
<p>Zudem werden die gelegentlich großartigen Szenen durch einige Längen unterbrochen, fast hat man den Eindruck Tarantino wollte den Film mit aller Macht auf die zweieinhalbstündige Laufzeit dehnen. Leider geht mit der zunehmenden Laufzeit auch dem Drehbuch die Puste aus. Die Frequenz der wirklich guten Dialoge und Situationen wird immer niedriger, und nach dem finalen Gemetzel bekommt Landa nicht einmal den (in jeder Hinsicht verdienten) großen Abgang, sondern wird plötzlich als totale Witzfigur verpulvert, von seiner anfänglichen Intelligenz und Gerissenheit bleibt am Ende jedenfalls nicht mehr viel übrig.</p>
<p>Insgesamt ist <em>Inglourious Basterds</em> aber zumindest über weite Strecken eine beeindruckende Rückkehr Tarantinos zu seiner alten Form, vereinzelte Szenen muss man einfach als „ganz großes Kino“ beschreiben, auch wenn der Film diese Genialität leider nicht über die volle Spieldauer beibehalten kann. </p>
<div class="reviewbox">
<ul id="reviewdetails">
<li><a href="http://www.filmabend.info/images/reviews/inglouriousbasterdsposter.jpg" ><img src="http://www.filmabend.info/images/reviews/inglouriousbasterdsposterthumb.jpg" alt="" /></a></li>
<li class="reviewinfo"> <strong>OT:</strong> Inglourious Basterds<br />
<strong>Land / Jahr:</strong> USA / 2009<br />
<strong>Regie:</strong> Quentin Tarantino<br />
<strong>Darsteller:</strong> Brad Pitt, Daniel Brühl, Eli Roth, Til Schweiger, Diane Kruger<br />
<strong>Laufzeit:</strong> 153 Minuten<br />
<strong>FSK / MPAA:</strong> ab 16 / R<br />
<strong>IMDb:</strong><a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0361748/" > http://www.imdb.com/title/tt0361748/</a></li>
<li class="reviewrating"><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/08/rating8base.png" alt="rating8base" title="rating8base" class="aligncenter size-full wp-image-766" /></li>
</ul>
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		<title>Pontypool Review</title>
		<link>http://www.filmabend.info/pontypool-review/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 19:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Bruce McDonald]]></category>
		<category><![CDATA[FFF2009]]></category>
		<category><![CDATA[Georgina Reilly]]></category>
		<category><![CDATA[Lisa Houle]]></category>
		<category><![CDATA[Pontypool]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen McHattie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es ein Horrorgenre gibt das frische Ideen am nötigsten hat, ist es wohl der Zombiefilm. Ausgelutscht seit bestimmt 20 Jahren sind es vor allem die kleinen Produktionen, die versuchen frischen Wind in diese Sparte zu bringen. Pontypool besinnt sich mit seinem Kammerspielsetting und überschaubarem Budget auf Urgesteine des klaustrophobischen Horrors wie John Carpenters Assault [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/08/pontypool_05.jpg" alt="pontypool_05" title="pontypool_05" class="aligncenter size-full wp-image-761" /></p>
<p>Wenn es ein Horrorgenre gibt das frische Ideen am nötigsten hat, ist es wohl der Zombiefilm. Ausgelutscht seit bestimmt 20 Jahren sind es vor allem die kleinen Produktionen, die versuchen frischen Wind in diese Sparte zu bringen. Pontypool besinnt sich mit seinem Kammerspielsetting und überschaubarem Budget auf Urgesteine des klaustrophobischen Horrors wie <em>John Carpenters</em> <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0074156/" >Assault On Precinct 13</a>. Keine neue Idee also, aber immer noch unverbraucht genug für einen spannenden, kleinen Thriller.</p>
<p>Im Zentrum der Geschichte stehen Grant Mazzy, der Moderator einer Radiosendung in der kanadischen Einöde, sowie dessen Produzentin Sidney und die Assistentin Laurie. Als Mazzy in der Sendung über mysteriöse gewaltbereite Mobs berichtet, die sich ohne ersichtlichen Anlass überall in der Stadt bilden, beginnt die Situation zu eskalieren und das Team befindet sich selbst in Gefahr.</p>
<p>Was Pontypool von üblichen modernen Horrorfilmen unterscheidet, und ihn deshalb aus dieser Masse heraushebt, ist die konsequente Durchhaltung der Tatsache, dass man die Bedrohung als Zuschauer nicht sieht, sondern höchstens hört. Man wird selbst Zeuge von Mazzys Versuchen, den Geschehnissen einen Sinn zu geben, bekommt die hektischen Beschreibungen seiner Interviewpartner mit, spürt, dass irgendetwas Schreckliches passiert, sieht aber selbst nur Mazzys Gesicht sowie seine Reaktion. Das funktioniert auch überraschend gut, was vor allem an Stephen McHatties beeindruckender Verkörperung des liebenswerten Arschlochs à la Dr. House liegt. Es baut sich schnell eine bedrohliche Stimmung auf, die durch das enge Setting (der komplette Film spielt in dem kleinen Radiosender) noch unangenehmer wird.</p>
<p>Diese zwar sehr atmosphärische aber eben auch ereignisarme Grundstimmung mag viele Horrorfans abschrecken, einige durchgedrehte, fast schon surreale Momente werden ihr übriges tun. Dennoch oder gerade deswegen ist Pontypool zumindest in seiner ersten Hälfte aber eine gelungene Hommage an die frühen Horrorfilme, in denen Angst noch durch Stimmung, nicht durch explizite Bilder erzeugt wurde. Leider verfällt der Film dann bald doch in etwas zu arge Klischees, wenn beispielsweise aus dem Nichts plötzlich ein Arzt zum Dreierensemble stößt, der natürlich für alle Vorkommnisse eine Erklärung parat hat. Auch kann Pontypool leider nicht die ganze Spielzeit mit seiner eigentlich sehr interessanten Prämisse füllen, und so hat der Film am Ende leider doch einige Längen und wird der sehr gut gelungenen ersten Hälfte nicht mehr gerecht. Wer auf Splatter verzichten kann und charakterbasierten, gut gespielten Horror mag, sollte Pontypool aber unbedingt eine Chance geben.</p>
<div class="reviewbox">
<ul id="reviewdetails">
<li><a href="http://www.filmabend.info/images/reviews/pontypoolposter.jpg" ><img src="http://www.filmabend.info/images/reviews/pontypoolposterthumb.jpg" alt="" /></a></li>
<li class="reviewinfo"> <strong>OT:</strong> Deadgirl<br />
<strong>Land / Jahr:</strong> Kanada / 2008<br />
<strong>Regie:</strong> Bruce McDonald<br />
<strong>Darsteller:</strong> Stephen McHattie, Lisa Houle, Georgina Reilly<br />
<strong>Laufzeit:</strong> 96 Minuten<br />
<strong>FSK / MPAA:</strong> noch nicht geprüft / R<br />
<strong>IMDb:</strong><a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt1226681/" > http://www.imdb.com/title/tt1226681/</a></li>
<li class="reviewrating"><img class="aligncenter size-full wp-image-716" title="rating7base" src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/08/rating7base.png" alt="rating7base" /></li>
</ul>
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		<title>Deadgirl Review</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 18:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Marcel Sarmiento]]></category>
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		<description><![CDATA[Die jugendlichen Außenseiter Rickie (Shiloh Fernandez) und J.T. (Noah Segan) brechen in eine verlassene Nervenheilanstalt ein, um das zu tun was jugendliche Außenseiter in ihrer Freizeit eben so machen: Bier trinken und randalieren. Im Keller des heruntergekommenen Gebäudes machen sie eine grausige Entdeckung. Verborgen unter einer Plastikplane finden sie ein nacktes Mädchen, das trotz schwerer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-724" title="deadgirlheader" src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/08/deadgirlheader.jpg" alt="deadgirlheader" /></p>
<p>Die jugendlichen Außenseiter Rickie (<em>Shiloh Fernandez</em>) und J.T. (<em>Noah Segan</em>) brechen in eine verlassene Nervenheilanstalt ein, um das zu tun was jugendliche Außenseiter in ihrer Freizeit eben so machen: Bier trinken und randalieren. Im Keller des heruntergekommenen Gebäudes machen sie eine grausige Entdeckung. Verborgen unter einer Plastikplane finden sie ein nacktes Mädchen, das trotz schwerer Verletzungen und bereits eingesetzter Verwesung noch halbwegs am Leben ist. Doch anstatt das Mädchen zu befreien und die Polizei zu informieren kommt J.T. auf die Idee, die Unbekannte als private Sexsklavin zu halten.</p>
<p><span id="more-706"></span></p>
<p>Schon die Prämisse von <strong><em>Deadgirl</em></strong> ist starker Tobak, der Plot verspricht Provakation und Tabulosigkeit, wer damit kein Problem hat, bekommt mit <em><strong>Deadgirl </strong></em>einen fiesen Independent Schocker serviert, der im Gegensatz zu den auf Hochglanz polierten Hollywood Aufregern à la Hostel und Saw auch hält was er verspricht. Dabei schockt der Film weniger durch explizite Ekeleffekte (auch wenn der Schlussakt die eine oder andere Goreszene zu bieten hat), als viel mehr durch seine nur angedeuteten Respektlosigkeiten. Wenn J.T. sich beschwert, das Mädchen sei „zu trocken und kalt“ nutzt er eben eine der zahlreichen Wunden im Körper zur Penetration, die sind immerhin „warm und feucht“. Alleine der Gedanke daran sorgt beim Zuschauer für einen derartigen Ekel, dass der Film die anschließende Umsetzung dieses Vorhabens gar nicht mehr direkt zu zeigen braucht, um zu schockieren. Wer hier Splatter und Tortureporn erwartet, wird also nicht auf seine Kosten kommen, der Horror in <strong><em>Deadgirl</em></strong> funktioniert auf einer viel subtileren Ebene, wirkt dadurch aber keinesfalls weniger schockierend.</p>
<div class="picturebox">
<ul id="reviewpix">
<li><a href="images/reviews/deadgirl1.jpg"><img src="http://www.filmabend.info/images/reviews/deadgirl1thumb.jpg"  alt="" /></a></li>
<li><a href="images/reviews/deadgirl2.jpg"><img src="http://www.filmabend.info/images/reviews/deadgirl2thumb.jpg"  alt="" /></a></li>
<li><a href="images/reviews/deadgirl3.jpg"><img src="http://www.filmabend.info/images/reviews/deadgirl3thumb.jpg"  alt="" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><strong><em>Deadgirl</em></strong> nutzt diese Provakation aber nicht zum Selbstzweck, sondern als Vehikel für ein überraschend ruhig erzähltes Jugenddrama, in dessen Zentrum Rickie als unsicherer, deprimierter Jugendlicher steht, der sich im Laufe der Geschichte zwischen seinem eigenen Gewissen und der Loyalität zu seinem besten (und einzigen) Freund J.T. entscheiden muss. Die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten und ihr sich langsam entfesselnder Machtkampf werden spannend und glaubwürdig in Szene gesetzt, überhaupt zeigen die beiden jungen Regisseure <em>Marcel Sarmiento</em> und <em>Gardi Harel</em> ein gutes Gespür für Stimmung und Atmosphäre. Vor allem die morbiden Bilder in den Szenen im Keller wirken so realistisch, dass man fast das Gefühl hat, die Verwesung riechen zu können. Selbst die am Tageslicht gedrehten Einstellungen vermitteln ein düsteres, trostloses Gefühl und unterstreichen damit den bitterbösen Grundton des Films. Den größten Schock bekommt der Zuschauer dann in der letzten Einstellung serviert, welche mit den eigenen Erwartungen spielt und den Glauben an das Gute im <del datetime="2009-08-04T16:04:22+00:00">Mann</del> Menschen in konsequent tabuloser Weise in Frage stellt.</p>
<p>Bei aller handwerklichen Perfektion kann <strong><em>Deadgirl</em></strong> aber nicht über einige Schwächen im Drehbuch hinwegtäuschen, die vor allem im Schlussakt des Films deutlich werden. Dass der Zuschauer keine Erklärung für die Herkunft und Hintergründe des im Keller gefangen gehaltenen Mädchens erhält stört noch nicht wirklich, da der Charakter dadurch noch als abstrakt-mysteriöse Horrorfigur gesehen werden kann. Dass im Laufe der Geschichte aber einigen Figuren Dinge geschehen, deren Ergebnisse und Konsequenzen nicht weiter behandelt werden, trübt den an sich so sehr durchdachten Plot dann allerdings doch deutlich. Unterm Strich ist <em><strong>Deadgirl</strong></em> aber ein solider und origineller Genrebeitrag, ein interessanter Mix aus Horrorthriller und Jugenddrama und ein nachdenklich stimmender Abgesang auf jugendliche Werte und Moral.</p>
<div class="reviewbox">
<ul id="reviewdetails">
<li><a href="http://www.filmabend.info/images/reviews/deadgirl-poster.jpg" ><img src="http://www.filmabend.info/images/reviews/deadgirl-posterthumb.jpg" alt="" /></a></li>
<li class="reviewinfo"> <strong>OT:</strong> Deadgirl<br />
<strong>Land / Jahr:</strong> USA / 2008<br />
<strong>Regie:</strong> Marcel Sarmiento, Gadi Harel<br />
<strong>Darsteller:</strong> Shiloh Fernandez, Noah Segan, Candice Accola<br />
<strong>Laufzeit:</strong> 101 Minuten<br />
<strong>FSK / MPAA:</strong> Ungeprüft / R<br />
<strong>IMDb:</strong><a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0896534/" > http://www.imdb.com/title/tt0896534/</a></li>
<li class="reviewrating"><img class="aligncenter size-full wp-image-716" title="rating7base" src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/08/rating7base.png" alt="rating7base" /></li>
</ul>
</div>
<h3>Deadgirl Trailer</h3>
<div id="blueline"></div>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="610" height="370" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/NMCEHqxo9Sg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="610" height="370" src="http://www.youtube.com/v/NMCEHqxo9Sg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Drag Me To Hell Review</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 18:18:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Allison Lohman]]></category>
		<category><![CDATA[Drag Me To Hell]]></category>
		<category><![CDATA[Justin Long]]></category>
		<category><![CDATA[Sam Raimi]]></category>

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		<description><![CDATA[17 lange Jahre ist es her, seit Sam Raimi mit Armee der Finsternis seinen letzten richtigen Horrorfilm gedreht hat, und das obwohl sich der damals gerade 21jährige Regisseur mit Tanz der Teufel ausgerechnet in diesem Genre einen Namen als Kultregisseur machte. Raimi schien seine Zeit und Mühe lieber in kommerziell effektivere Blockbuster wie die Spiderman [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/06/dmth.jpg" ><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/06/dmth.jpg" alt="dmth" title="dmth" class="aligncenter size-full wp-image-621" /></a></p>
<p>17 lange Jahre ist es her, seit <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm0000600/" >Sam Raimi</a> mit <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0106308/" >Armee der Finsternis</a> seinen letzten richtigen Horrorfilm gedreht hat, und das obwohl sich der damals gerade 21jährige Regisseur mit <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0083907/" >Tanz der Teufel</a> ausgerechnet in diesem Genre einen Namen als Kultregisseur machte. Raimi schien seine Zeit und Mühe lieber in kommerziell effektivere Blockbuster wie die <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0145487/" >Spiderman</a> Filme zu stecken. Umso mehr waren seine Fans der ersten Stunde aus dem Häuschen, als er mit <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt1127180/" >Drag Me To Hell</a> einen neuen Horrorfilm ankündigte, und das Warten hat sich tatsächlich gelohnt.</p>
<p>Bereits der Vorspann macht deutlich, wohin die Reise für Raimi gehen soll. Statt dem modernen CGI-animierten Universallogo bekommt man im Kino noch einmal die etwas verwaschen und angestaubt aussehende Erdkugel mitsamt Universal Schriftzug zu Gesicht, das seit den 80er Jahren ausgestorben war. „Back to the roots“ also, da kommt Freude auf. Und tatsächlich wirkt Drag Me To Hell, als hätte Raimi nie aufgehört Horrorfilme zu drehen. Bereits die Eröffnungsszene, in der unsichtbare Dämonen Menschen während einem gescheiterten Exorzismus unsanft durch die Luft wirbeln bietet den Fans alles, was sie an Raimi spätestens seit Tanz der Teufel 2 lieben: Übertriebene, sich fast im Slapstick Bereich bewegende Horroraction.</p>
<p>Auch Christine Brown (<a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm0517844/" >Alison Lohman</a>), die Heldin des Films erinnert erfrischend an Bruce Campbells Paraderolle Ash, der ursprünglich auch ein völlig normaler Nobody war, und später im Kampf gegen übernatürliche Kräfte über sich hinauswachsen musste.<br />
Und wenn Christine im Verlauf des Films im strömenden Regen eine Leiche ausbuddelt, um ihr den Fluch zurückzugeben inszeniert Raimi seine Hauptfigur ebenso wie seinen damaligen Helden als heldenhafte Horrorikone, wenn auch mit einem kleinen Augenzwinkern und Selbstironie.</p>
<p>Diese Selbstironie ist es auch, die <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm0132257/" >Drag Me To Hell</a> so gut macht. Während einige Fans enttäuscht waren, dass sie von Raimis neuem PG-13 Film keine Hardcore Splatterszenen serviert bekommen, ersetzt der Regisseur diese durch einige extreme Ekelszenen, die auch nicht viel weniger krass sind als zu Tanz der Teufel Zeiten, nur eben weniger blutig und tatsächlich lustig. Die Balance zwischen Horror und ständigem comic relief gelingt ausgesprochen gut, da die humorvollen Szenen nie erzwungen wirken sondern sich gut in den Grundton des Films einfügen.</p>
<p>Sam Raimi zeigt Hollywood und diversen importierten japanischen Regisseuren mit <em>Drag Me To Hell</em> wie PG-13 Horror aussehen muss, damit er funktioniert. Den Vogel schießt Raimi dann am Ende des Films ab, als er den bis dahin eher lockeren und spaßigen Grundton des Films plötzlich herumreißt und das Publikum mit offenen Mündern im Kino zurücklässt.</p>
<p>Raimi ist zurück, das ist jedenfalls mein Eindruck nach <em>Drag Me To Hell</em>, bleibt zu hoffen dass er mit diesem Film wieder Blut für das Horrorgenre geleckt hat und dies nicht sein letzter Funschocker war.</p>
<p><a href="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/06/rating9base.png" ><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/06/rating9base.png" alt="rating9base" title="rating9base" class="aligncenter size-full wp-image-622" /></a></p>
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		<title>Monsters vs. Aliens &#8211; Review</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 16:38:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frankie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[DreamWorks Animation]]></category>
		<category><![CDATA[Monsters vs. Aliens]]></category>
		<category><![CDATA[Pixar]]></category>
		<category><![CDATA[Up]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt wohl kaum ein anderes Genre, welches so sehr von einem Label dominiert wird, wie der computeranimierte Film. Seit Jahren versuchen die größeren Studios mit eigenen Schmieden den Primus Pixar zu ärgern und mit Ausnahme von DreamWorks Animation, ist der Rest bisher kläglich gescheitert. Weder auf der inhaltlichen, noch auf der finanziellen Seite ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-484" title="08" src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/04/08.jpg" alt="08" /></p>
<p>Es gibt wohl kaum ein anderes Genre, welches so sehr von einem Label dominiert wird, wie der computeranimierte Film. Seit Jahren versuchen die größeren Studios mit eigenen Schmieden den Primus Pixar zu ärgern und mit Ausnahme von DreamWorks Animation, ist der Rest bisher kläglich gescheitert.<br />
Weder auf der inhaltlichen, noch auf der finanziellen Seite ist man wirklich konkurrenzfähig gewesen und obwohl ich DreamWorks gerade noch als einziges Positivbeispiel genannt habe, muss ich dies insofern schon wieder revidieren, dass die Filme zwar prinzipiell gutes Geld einspielen aber trotzdem starken Qualitätsschwankungen unterliegen.</p>
<p>Während die ersten beiden <a href="http://www.imdb.com/title/tt0126029/"  target="_blank">Shrek</a>-Auskopplungen sicherlich zu den innovativeren Vertretern des Genres gezählt werden dürfen, sind Filme wie <a href="http://www.imdb.com/title/tt0307453/"  target="_blank">Shark Tale (2004)</a>, <a href="http://www.imdb.com/title/tt0351283/"  target="_blank">Madagascar (2005)</a> oder <a href="http://www.imdb.com/title/tt0389790/"  target="_blank">Bee Movie (2007)</a> nur blasse Versuche, mit Einheitsgeschichten vom Reißbrett das Publikum für sich zu gewinnen. Besonders auf der Storyebene kann man damit keinen Blumentopf gewinnen.<br />
Insofern ist es schon einmal kein so schlechtes Zeichen, dass DreamWorks neuster Streich <a href="http://www.imdb.com/title/tt0892782/"  target="_blank">Monsters vs. Aliens</a> erst einmal keine Tiere – im klassischen Sinne – als Aufhänger hat, sondern mit einer Mixtur aus Sci/Fi-Film und 50er Jahre B-Movie-Hommage aufwarten kann. Nichtsdestotrotz verfängt man sich im Verlauf des Filmes in alten Gewohnheiten und  auch der Versuch, das Ganze durch das Gimmick 3-D attraktiver zu machen, hilft schlussendlich nur wenig.<br />
<span id="more-482"></span><br />
Die Story ist dabei im Grunde schnell erklärt und sofern man den Trailer kennt, erlebt man dann im Film selbst auch keine größeren Überraschungen mehr: Kurz vor ihrer Hochzeit wird Susan Murphy (im Original gesprochen von Reese Witherspoon) von einem Meteoriten aus dem All getroffen, worauf sie schon nach wenigen Minuten zu wachsen beginnt und final zu einer Riesin mutiert. Parallelen zu einschlägigen Filmen wie <a href="http://www.imdb.com/title/tt0051380/"  target="_blank">Attack of the 50 Foot Woman</a> sind natürlich gewünscht.<br />
Da es sich als vermeintliches Monster nicht mehr so gut in einer Vorstadt leben lässt, wird sie kurzerhand von einem Sonderkommando des Militärs einkassiert und zur Area 51 gebracht, wo sie feststellen muss, dass sie nicht die einzige imposante Erscheinung des dortigen Kuriositätenkabinetts ist. So teilt sie die Nachbarschaft mit einem riesigen Insekt – Insectosaurus genannt, der auf dem japanischen <a href="http://www.imdb.com/title/tt0055198/"  target="_blank">Mosura</a>-Film basiert, einem zu einer Kakerlake mutierten verrückten Professor, Dr. Cockroach Ph.D. (grob <a href="http://www.imdb.com/title/tt0051622/"  target="_blank">The Fly</a> nachempfunden), der, wie könnte es nicht besser passen, von Dr. House, Hugh Laurie, persönlich, gesprochen wird. Des Weiteren trifft Susan noch auf  B.O.B. (<a href="http://www.imdb.com/title/tt0051418/"  target="_blank">The Blob</a>), eine unzerstörbare glibbrige Masse ohne Gehirn – und hier passt Seth Rogens Art irgendwie dazu – und den Missing Link <a href="http://www.imdb.com/title/tt0046876/"  target="_blank">(Creature from the Black Lagoon</a>), einer Mixtur aus Amphibie und Mensch.</p>
<p>Zusammen sind sie die Monster Squad, die zur Tat schreiten muss, als die Erde von einem vieläugigen Außerirdischen bedroht wird und sie quasi die letzte Hoffnung sind. Was dann folgt, lässt sich erahnen und ist zwar imposant umgesetzt aber irgendwie doch recht ordinär ausgefallen, sodass Kinderaugen zwar zu strahlen beginnen aber die erwachsene Begleitung eventuell mit Langeweileattacken zu kämpfen hat, da das Ganze einem simplen Muster folgt. Insofern ist es schon interessanter, wenn man sich einmal die Charaktere des Films anschaut.</p>
<p>Wie man schon aus der kurzen Inhaltsangabe erahnen kann, dreht sich <a href="http://www.imdb.com/title/tt0892782/"  target="_blank">Monsters vs. Aliens</a> primär um Susans Person und man begleitet sie über die komplette Spielzeit. Doof nur, dass man sich nur schwer mit ihr identifizieren kann und sie einem stellenweise auch fast egal ist. So geht ein Großteil der Bindung flöten, weil auch ihre Sidekicks nur als eben jene herhalten müssen. Man erfährt zwar in einer kurzen Einführung ein wenig über ihre Herkunft aber das ist es dann auch schon fast und so fungieren sie auch mehr als Auslöser für ein paar Gags, sofern diese dann auch wirklich zünden, was leider auch nicht immer gegeben ist oder Actionszenen, können die Geschichte aber keineswegs tragen. Das ist es übrigens auch, jenes <em>Storytelling</em>, was Filme aus dem Hause Pixar eben doch noch mind. eine Stufe über die Konkurrenz stellt. Dazu kommen dann eben auch der nötige Esprit und das Gespür für die Situation, das bei jenem Film irgendwie nie so richtig zum Vorschein kommen will.</p>
<p>Sicherlich ist das Gezeigte noch immer unterhaltsam und kurzweilig aber die Gefahr der fehlenden Nachhaltigkeit ist stets gegeben und hier sollte DreamWorks Animation wirklich überlegen, ob man nicht einmal neue, mutigere Wege bei den Stories gehen sollte. Ob 3-D dabei der Stein der Weisen sein wird, kann ich nicht beantworten. Aktuell ist es maximal ein nettes Gimmick, welches aber beileibe nicht fähig ist, inhaltliche Macken auszubügeln. DreamWorks hat vorgelegt und Pixar wird, da bin ich mir eigentlich fast sicher, mit ihrem kommenden Film <a href="http://www.imdb.com/title/tt1049413/"  target="_blank">Up</a> nicht nur ausgleichen, sondern die Vormachtstellung erneut unterstreichen. 06/10 oder:<br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-483" title="rating6base" src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/04/rating6base.png" alt="rating6base" /></p>
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		<title>Slumdog Millionär Review</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 18:33:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Danny Boyle]]></category>
		<category><![CDATA[Slumdog Millionaire]]></category>

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		<description><![CDATA[Der junge, auf der Straße aufgewachsene Jamal (Dev Patel) steht kurz davor, zum Millionär zu werden. Ok, zum Rupienmillionär, denn die 20 Millionen Rupien, die er in der indischen Ausgabe von „Wer wird Millionär“ gewinnen kann, entsprechen gerade einmal 300.000 Euro, trotzdem eine unvorstellbare Summe für einen ehemaligen Straßenjungen. So unvorstellbar, dass die Polizei in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/04/slumdog.jpg" ><img class="aligncenter size-full wp-image-424" title="slumdog" src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/04/slumdog.jpg" alt="slumdog" /></a></p>
<p>Der junge, auf der Straße aufgewachsene Jamal (<a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm2353862/" >Dev Patel</a>) steht kurz davor, zum Millionär zu werden. Ok, zum Rupienmillionär, denn die 20 Millionen Rupien, die er in der indischen Ausgabe von „Wer wird Millionär“ gewinnen kann, entsprechen gerade einmal 300.000 Euro, trotzdem eine unvorstellbare Summe für einen ehemaligen Straßenjungen. So unvorstellbar, dass die Polizei in Mumbai ihn für einen Betrüger hält und ein Geständnis aus ihm herausfoltern will. Doch Jamal ist kein Betrüger, kennt die Antworten aufgrund seiner bewegten Lebensgeschichte, die im Film episodenhaft in Rückblenden erzählt wird.</p>
<p>Schon die Prämisse des Films ist ungewöhnlich und durchaus originell. Die Idee, die Dramaturgie eines Spielfilms mit der Dramaturgie einer „Wer wird Millionär“ Runde zu verknüpfen funktioniert auch ziemlich gut, auch wenn dieser Ansatz im Laufe des Films immer mehr in den Hintergrund rückt und fast zum Alibi wird. Dafür funktionieren die Rückblenden umso besser, jeder Fetzen aus Jamals Leben hat seine eigene, für den Film tatsächlich erhebliche Bedeutung, vermittelt dem Zuschauer das Gefühl, den Jungen wirklich kennenzulernen und eine enorme Sympathie.</p>
<p>Die Underdoggeschichte des buchstäblichen Tellerwäschers, der zum Millionär wird weil der Zuschauer es ihm gönnt, die ewige Liebe mit Hindernissen zu Jamals Jugendfreundin Latika und die Spannungen mit seinem zunächst so treuen Bruder Salim mögen im Grunde bekannt und fast schon kitschig sein, kommen aber realitätsnah rüber und fügen sich zu einer schönen Parabel über Schicksal und Leben zusammen. Da stört es eben nicht dass man einige der Spannungsbögen vorhersehen kann, vor allem eine der „Schlüsselszenen“ in der dem Zuschauer die wahre Motivation des Fernsehmoderators Kumar offenbart wird, ist nicht ganz so überraschend wie die Inszenierung es zu suggerieren versucht, aber eben dennoch spannend weil absolut ergreifend gespielt.<br />
<span id="more-422"></span><br />
Hierbei profitiert der Film vor allem von seinem Cast, der fast ausschließlich aus unbekannten und daher unverbrauchten Gesichtern besteht, die den Film aber eindeutig tragen. Die Protagonisten werden in ihren unterschiedlichen Lebensabschnitten von jeweils drei unterschiedlichen Darstellern gespielt, dass man das im Verlauf des Films nicht wirklich bemerkt spricht für das starke Casting. Auch die Nebenrollen, allen voran <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm0438463/" >Anil Kapoor</a> als schmieriger TV Moderator, wissen zu überzeugen. Selten habe ich solch ein unbekanntes aber starkes Casting gesehen.</p>
<p>Hinzu kommt <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm0000965/" >Danny Boyles</a> Talent für beeindruckende Bilder, und in <em>Slumdog Millionär</em> darf er sich dann auch ausgiebig in den weiten Landschaftsaufnahmen austoben und findet genau die richtige Balance zwischen stylisher MTV-Ästhetik und Emotionen. Dabei harmonieren die Bilder perfekt mit dem treibenden und atmosphärischen Soundtrack, am Ende ließ Boyle es sich sogar nicht nehmen, eine Tanzeinlage des gesamten Casts für den Abspann zu inszenieren, die als Augenzwinkern in Richtung Bollywood verstanden werden kann, und selbst Bollywoodhassern wie mir gefallen düfte.</p>
<p><em>Slumdog Millionär</em> war der Abräumer bei der diesjährigen Oscarverleihung, und das obwohl das Studio den Film zunächst als schnöde DVD-Premiere auswerten wollte. Dieser Status des Underdogs verschonte Danny Boyles bisher reifsten Film jedoch nicht vor harscher Kritik, die den Film entweder für überbewertet hielt, oder ihm vorwarf bei der Darstellung Indiens auf abgedroschene westliche Klischees zu bauen. Das Indien in <em>Slumdog Millionär</em> habe gar nichts mit dem realen Indien zu tun. Zumindest das letzte Argument ist einigermaßen nachvollziehbar, denn Boyle zeigt Indien als verdrecktes und verkommenes Moloch, in dem Straßenkinder missbraucht werden, diese wiederum Touristen ausnehmen, Polizei und Behörden korrupt sind, und man niemandem trauen kann. Kein Werbefilm für den Tourismus in Indien also, aber das will der Film auch nicht sein. Die Geschichte von <em>Slumdog Millionär</em> ist packend inszeniert, das Setting in den Slums von Mumbai wirkt zumindest für westeuropäische Augen realistisch, und ich kann nicht so recht glauben dass Boyle dem Land mit seinem Film da wirklich so sehr Unrecht tut. Was bleibt ist jedenfalls eine interessante, originelle Geschichte, die mit Liebesgeschichte, Action, Spannung und Drama alles bietet was ein großer Film braucht, und Boyle hat es mit <em>Slumdog Millionär</em> wohl endgültig vom Regisseur kleiner aber feiner britischer Filme zur festen Größe in Hollywood geschafft.</p>
<p>Slumdog Millionaire ist sicher nicht der Meilenstein der Filmgeschichte, zu dem er gehyped wurde, aber zumindest ein verdammt guter Film, den man gesehen haben sollte.</p>
<p><a href="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/04/rating9base.png" ><img class="aligncenter size-full wp-image-423" title="rating9base" src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/04/rating9base.png" alt="rating9base" /></a></p>
<p><em><strong>OT: Slumdog Millionaire R: Danny Boyle D: Dev Patel, Anil Kapoor L: 120 min. </strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Trailer</strong></p>
<p><object width="560" height="340" data="http://www.youtube.com/v/AIzbwV7on6Q&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/AIzbwV7on6Q&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
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		<title>Martyrs Review</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 23:37:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Martyrs]]></category>
		<category><![CDATA[Pascal Laugier]]></category>

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		<description><![CDATA[Martyrs, der jüngste französische Beitrag zur Welle der Extremhorrorfilme, machte bereits vor seiner Veröffentlichung Schlagzeilen. Erste Reviews sprachen vom härtesten und brutalsten Film aller Zeiten, in Frankreich sollte der Film ursprünglich erst ab 18 Jahren freigegeben werden, ein Skandal in dem Land, in dem selbst Tanz der Teufel von Kindern ab 12 gesehen werden darf. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/martyrs.jpg" ><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/martyrs.jpg" alt="martyrs" title="martyrs" width="550" height="270" class="aligncenter size-full wp-image-394" /></a></p>
<p><a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt1029234/" >Martyrs</a>, der jüngste französische Beitrag zur Welle der Extremhorrorfilme, machte bereits vor seiner Veröffentlichung Schlagzeilen. Erste Reviews sprachen vom härtesten und brutalsten Film aller Zeiten, in Frankreich sollte der Film ursprünglich erst ab 18 Jahren freigegeben werden, ein <a target="_blank" href="http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=877" >Skandal</a> in dem Land, in dem selbst <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0083907/" >Tanz der Teufel</a> von Kindern ab 12 gesehen werden darf. Eine Mutprobe soll <em>Martyrs</em> sein, eine nie dagewesene Provokation, die alle anderen modernen Sickos in den Schatten stellt.</p>
<p>Natürlich ist das alles Blödsinn. Filme die solche Schlagzeilen machen können diese „Erwartungen“ in den seltensten Fällen erfüllen. Trotzdem ist <em>Martyrs</em> kein Film den man sich mal eben beim Filmabend mit der Freundin oder den Eltern anschaut. <em>Martyrs</em> bietet extrem gewalttätiges und schonungsloses Exploitation-Kino wie es seit Jahrzehnten ausgestorben zu sein schien und verweist Möchtegern Schocker wie Hostel und die SAW Sequels auf deren Plätze.<br />
<span id="more-392"></span></p>
<p><a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm1052791/" >Pascal Laugiers</a> tour de force beginnt wie ein handelsüblicher Slasher der neueren Generation. Zeitungsartikel und Ausschnitte aus einem verwaschenen Super8 Film führen den Zuschauer in die Geschichte ein, zeigen einen verlassenen Bunker unter einem Haus, in dem übel zugerichtete Kinder gefunden wurden. Anzeichen auf sexuellen Missbrauch gibt es keine, die Verantwortlichen wurden nie gefasst.</p>
<p>Schnitt auf eine gutbürgerliche Durchschnittsfamilie am Mittagstisch, es wird miteinander geredet, geflachst, keine besonderen Charaktere, aber irgendwie bekannt und sympathisch. Es klingelt an der Tür, und als der Vater öffnet beginnt ein blutiges Massaker. Täterin dieses Blutbades ist Lucie (Mylène Jampanoï), eine junge zierliche Frau die dem eingangs erwähnten Folterkeller als einziges Kind entkommen konnte und in ihren Opfern ihre damaligen Peiniger vermutet. </p>
<p>Laugier inszeniert diesen Teil des Films schonungslos und extrem brutal. Wo andere, selbst harte Filme abblenden, hält er mit der Kamera voll drauf, selbst wenn Kinder ermordet werden. Trotzdem wirken diese Szenen nie voyeuristisch oder gar unterhaltsam, die Gewalt wird so hart, abstoßend und widerlich gezeigt wie sie wirklich ist, weder die Taten selbst, noch Lucies Motivation werden verherrlicht.</p>
<p>Nach dem eröffnenden Massaker führt der Film plötzlich surreale Horrorelemente ein, die wohl das kaputte Seelenleben von Lucie darstellen sollen, im Film der bis zu diesem Zeitpunkt sehr realistisch daher kam aber eher fehlplaziert wirken. Auch die Nebenfigur Anna (Morjana Alaoui), die zunächst lediglich am Rand der Handlung auftritt wird in dieser Phase des Films zunehmend zur Protagonistin, übernimmt den Hauptfigurenpart schließlich ganz. Eine riskante Entscheidung von Laugier, dem Zuschauer einen solchen Perspektivwechsel zuzumuten, die im Film überraschend gut funktioniert. Mit diesem Wechsel wird zudem der finale Part von <em>Martyrs</em> eingeleitet, bei dem der Regisseur dem Publikum noch einmal einen saftigen Schlag in die Magengrube versetzt. Denn was jetzt kommt stellt das zuvor gezeigte Massaker an Brutalität tatsächlich in den Schatten. </p>
<p>Annas Schicksal in der letzten halben Stunde des Films dürfte der tatsächliche Grund für die mit <em>Martyrs</em> verbundene Kontroverse sein. Die Schonungslosigkeit und Dreistigkeit mit der Laugier hier vorgeht macht den berüchtigten Exploitation Streifen aus den 70er Jahren alle Ehre, die ihrerseits aber zumindest noch eine skurille Naivität und damit Abstraktionspotential haben. <em>Martyrs</em> hingegen quält den Zuschauer und Anna ohne jeden Funken Selbstironie oder comic relief. Obwohl die Torturen alleine an blutigen Details gemessen weit weniger explizit sind als das Gemetzel zu Beginn des Films wirken diese Szenen ungleich härter und verstörender. Fast möchte man am Ende dem Regisseur die Hand schütteln und ihm dafür danken dass er die finale und brutalste Folterung tatsächlich nur andeutet und dem Zuschauer „lediglich“ deren blutiges Ergebnis präsentiert.</p>
<p>Ja, <em>Martyrs</em> ist hart und brutal, legt die Messlatte für französische Horrorfilme noch mal ein ganzes Stück höher als der kurz zuvor erschienene Aufreger Inside, trotzdem lässt sich der Film nur bedingt mit den harten Horrorfilmen der letzten Jahre vergleichen, denn Laugiers Gewaltszenen sind tatsächlich schockierend und sitzen tief, ähnlich wie bei seinem Landsmann Gaspar Noé rufen diese Darstellungen beim Zuschauer ein unangenehmes Gefühl hervor, seichte Attraktionsunterhaltung wie bei Hostel und Konsorten bekommt man hier nicht serviert. Wo Filme wie Inside wegen ihrer extrem überzogenen Gewaltdarstellung eher belustigend als schockierend wirkten, trifft Laugier exakt das richtige Maß und terrorisiert den Zuschauer mit dem Geschehen auf der Leinwand.</p>
<p>Dennoch sind die meisten, wenn nicht alle der Superlative, mit denen <em>Martyrs</em> bedacht wurde natürlich stark übertrieben. Wenn es den „härtesten Horrorfilm aller Zeiten“ gibt, <em>Martyrs</em> ist es sicherlich nicht. Aber er zählt durchaus zu den intensivsten und schockierendsten Filmen der letzten Jahre. Da ist es fast schon schade, dass <em>Martys</em> als extremer Horrorfilm beworben wird und wohl auch nur in der entsprechenden Zielgruppe sein Publikum finden wird, denn filmtechnisch zieht Laugier hier alle Register, beweist ein gutes Auge für stimmige Bilder und liefert einen hochglanzpolierten und einwandfrei produzierten Schocker ab. Da fallen dann auch einige Schwächen des Drehbuchs nicht mehr ganz so schwer ins Gewicht, vor allem das Ende und die Enthüllung der Motive für die ganzen Quälereien wirkt bei aller Originalität doch etwas weit hergeholt. Lässt man sich allerdings auf die Story ein, verstärkt dies den gezeigten Terror noch einmal deutlich, denn bald wird klar dass es sinnlos ist, hier mit dem Opfer mitzufiebern, auf seine Befreiung und anschließende Rache zu hoffen, denn das Ende ist absehbar und unabwendbar, es bleibt nur das Mitleiden.</p>
<p><a href="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/rating8base4.png" ><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/rating8base4.png" alt="rating8base4" title="rating8base4" width="120" height="27" class="aligncenter size-full wp-image-393" /></a></p>
<p>Kleine Unverständnisbekundung am Rande: Bei den ganzen Filmen die heute in Deutschland nur stark geschnitten oder gleich gar nicht veröffentlicht werden ist es tatsächlich eine kleine Sensation dass Martyrs am 1.4.2009 (zumindest im Verleih) ungeschnitten und mit SPIO/JK Freigabe hierzulande auf DVD veröffentlicht wird.  </p>
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		<title>Punisher War Zone Review</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 19:55:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Lexi Alexander]]></category>
		<category><![CDATA[Punisher]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Punisher ist zurück. Seit der durchaus gelungenen ersten Verfilmung aus dem Jahre 2004 (den grottigen Amateurfilm mit Lundgren verschweigen wir einfach mal) fordern die Fans eine Fortsetzung der Serie, vor allem Thomas Jane setzte so ziemlich alle Hebel in Bewegung um ein Sequel drehen zu können. Dass Jane nach der Lektüre des Drehbuchs für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/punisherwarzone.jpg" alt="punisherwarzone" title="punisherwarzone" class="aligncenter size-full wp-image-308" /></p>
<p>Der Punisher ist zurück. Seit der durchaus gelungenen <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0330793/" >ersten Verfilmung aus dem Jahre 2004</a> (den <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0196876/" >grottigen Amateurfilm mit Lundgren</a> verschweigen wir einfach mal) fordern die Fans eine Fortsetzung der Serie, vor allem <strong>Thomas Jane</strong> setzte so ziemlich alle Hebel in Bewegung um ein Sequel drehen zu können. Dass Jane nach der Lektüre des Drehbuchs für Punisher: War Zone plötzlich alles andere als begeistert war, und die Rolle dankend ablehnte sollte den Fans eigentlich Warnung genug sein, dazu kamen Gerüchte, dass die Mannheimer Regisseurin <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm0591994/" >Lexi Alexander</a> den Film mitten in den Dreharbeiten entzogen bekam und ersetzt wurde. Diese Gerüchte wurden später zwar dementiert, trotzdem stand der Film nie unter einem wirklich guten Stern. </p>
<p>Mit entsprechenden Befürchtungen lege ich also die <a target="_blank" href="http://www.axelmusic.com/productDetails/031398107125?ap=10019180" >US-DVD</a> in den Player und leider sollten sie sich zu einem erheblichen Teil bewahrheiten. Doch ich will erstmal mit dem Positiven beginnen, denn an <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0450314/" >Punisher: War Zone</a> ist zwar viel, aber nicht alles schlecht:</p>
<p>Lexi Alexanders Version hält sich wesentlich enger an der Marvel Comicserie, die als Vorlage diente. Auf die im ersten Film sporadisch eingesetzten Slapstick Szenen wird verzichtet, <strong>War Zone</strong> ist eine ganze Ecke düsterer und ernster. Auch die Actionszenen sind ungleich härter als im Vorgänger, und machen tatsächlich einiges her. Wenn beim Mafiabankett in der Eröffnungssequenz das Licht ausgeht, der Punisher dann plötzlich von einer roten Signalfackel beleuchtet auf dem Tisch steht, um sich wenige Sekunden später durch die Anwesenden zu metzeln, kommt schon Freude bei den Fans auf. In diesen Szenen bestätigt Lexi Alexander einmal mehr, dass sie es wie keine zweite Frau in Hollywood versteht (<a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm0000941/" >Kathryn Bigelow</a> vielleicht einmal ausgenommen), Actionsequenzen zu inszenieren. Schon in <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0385002/" >Hooligans</a> waren die Kloppereien das Beste am Film. Und Alexander haut hier richtig auf die Kacke. Der Gorefaktor ist extrem hoch, der Punisher schlägt Köpfe mit der bloßen Hand ein, verpulverisiert Parcourläufer in der Luft mit einem Granatenwerfer und ballert um sich was das Zeug hält. Das ist aber leider auch schon alles was man hier geboten bekommt. Am Anfang macht die Action noch Spaß, der Effekt nutzt sich aber schnell ab und dann werden die unzähligen Schwächen des Films deutlich.<br />
<span id="more-307"></span><br />
Da wäre zunächst das miese Drehbuch. Ich verstehe nicht warum man einen Film, der gerade einmal 5 Jahre alt ist unbedingt rebooten muss, zumal <strong>War Zone</strong> sich ohnehin nicht mit der Hintergrundgeschichte von Frank Castle aufhält, das traumatische Erlebnis das ihn zum Punisher machte wird nur in einer wenige Sekunden langen Rückblende angeschnitten, da war die Einführung des ersten Films wesentlich besser gelungen. Ein Sequel wäre daher sicher sinnvoller gewesen. Überhaupt scheint der Film bei seiner Fixierung auf Action den Plot völlig zu vernachlässigen. In einer Szene rekrutiert Jigsaw die gesamte Unterwelt New Yorks, um sie gegen den Punisher zu vereinigen und ihn mit geeinten Kräften zu verfolgen und zu töten (ähem&#8230; The Dark Knight Anyone?). Doch anstatt dass tatsächlich jeder Straßenkriminelle Jagd auf den Titelhelden macht, was den Plot zumindest halbwegs interessant gemacht hätte, ziehen die Gangs es vor, sich in einem Fabrikgebäude zu verschanzen und darauf zu warten dass der Punisher zufällig vorbeikommt und sie alle platt macht&#8230; was dann natürlich auch passiert.</p>
<p>Noch viel unterirdischer als das Script sind allerdings die schauspielerischen Leistungen in diesem Film. Habe ich vorhin erwähnt dass War Zone auf Humor verzichtet? Naja zumindest auf freiwilligen Humor, denn ernst nehmen kann man die Darsteller hier wirklich nicht. Man bekommt nicht nur die schlechteste Don Vito Imitation aller Zeiten geboten, vor allem der Oberfiesling Jigsaw und sein psychopatischer Bruder der mal eben so ganz nebenbei aus der Klapse abgeholt wurde lassen kein Auge trocken. Fast hat man den Eindruck, <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm0922035/" >Dominic West</a> wollte mit seiner Jigsaw Performance Heath Ledgers Joker imitieren. Er scheitert kläglich, ebenso wie sämtliche anderen Darsteller, die wohl eine interne Wette laufen hatten wer das übertriebenste Overacting hinlegen kann. Das ruiniert leider die harte und düstere Stimmung, die der Film so krampfhaft versucht aufzubauen.</p>
<p>Punisher Fans, denen der erste Film zu bunt war können hier durchaus mal einen Blick riskieren, aber erwartet bitte keinen guten Film.</p>
<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/rating4base1.png" alt="rating4base1" title="rating4base1" class="aligncenter size-full wp-image-309" /></p>
<p><script language="javascript" id="feature_upc_script_link" src="http://www.axelmusic.com/affiliates/banner/banner120x240default/ap/10019180/pid/031398107125/curr/EUR" ></script></p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/liABMxEvPAc&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/liABMxEvPAc&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Young People Fucking Review</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 19:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Young People Fucking]]></category>

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		<description><![CDATA[Young People Fucking. Was zunächst klingt wie das neue Skandalfilmchen von Larry Clark ist in Wirklichkeit eine kleine aber feine kanadische Komödie die neben dem reisserischen Titel tatsächlich auch Substanz bietet. Die Story ist schnell erzählt, denn der Name ist Programm: Der Film zeigt verschiedene Paare in voneinander unabhängigen Episoden, die alle dasselbe Ziel haben: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/youngpeoplefucking.jpg" alt="youngpeoplefucking" title="youngpeoplefucking" width="550" height="250" class="aligncenter size-full wp-image-278" /></p>
<p><a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0913445/" >Young People Fucking</a>. Was zunächst klingt wie das neue Skandalfilmchen von <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm0164187/" >Larry Clark</a> ist in Wirklichkeit eine kleine aber feine kanadische Komödie die neben dem reisserischen Titel tatsächlich auch Substanz bietet. Die Story ist schnell erzählt, denn der Name ist Programm: Der Film zeigt verschiedene Paare in voneinander unabhängigen Episoden, die alle dasselbe Ziel haben: Sex. Allerdings sollte man von Young People Fucking keinen pornographischen Pseudokunstfilm erwarten (wer so etwas sucht ist mit Intimacy und 9 Songs sicher besser beraten), denn der Film konzentriert sich ganz auf die korpulierenden Protagonisten, abgesehen von einigen harmlosen Nacktszenen bekommt man nicht wirklich etwas zu sehen. Dafür besticht der Film durch seine Situationskomik, die gezeigten Alltagssituationen wirken tatsächlich wie aus dem Leben gegriffen, die Dialoge sind lustig aber nie lächerlich oder peinlich.<br />
<span id="more-276"></span><br />
Durch die einzelnen Episoden führen unterschiedliche Paare, im Einzelnen hätten wir da das &#8220;First Date&#8221;, bei dem sich der Mann stets konträr zu seinem eigentlichen Ziel, die Eroberung endlich flachzulegen verhält, und mit dieser Masche tatsächlich Erfolg zu haben scheint, ein junges Paar das schon seit Jahren zusammen ist, im Bett längst vor der Routine und Langeweile kapituliert hat, das Expärchen das nach einem &#8220;freundschaftlichen&#8221; Abend mal wieder etwas Spaß haben möchte, die besten Freunde die sich seit Jahren kennen aber nie Sex miteinander hatten, und schließlich ein &#8220;Dreier&#8221; zwischen einem Nerd, seinem Mitbewohner und dessen Freundin.</p>
<p>Diese einzelnen Geschichten werden wiederrum in Episoden unterteilt, vom Flirt über das Vorspiel und den eigentlichen Geschlechtsverkehr bis zu den Momenten danach. Durch das (abgesehen von der &#8220;Dreier&#8221; Geschichte, die eindeutig eher dem komödiantischen Aspekt dient) realitätsnahe Drehbuch macht es auch wirklich Spaß den verschiedenen Paaren auf ihren unterschiedlichen Wegen über diese Stationen zuzuschauen, die Geschichten sorgen oft für unerwartete und witzige Überraschungen, die aber nie unglaubwürdig wirken. Auch die noch recht unbekannten und unverbrauchten Darsteller wirken sympathisch und echt.</p>
<p>Es ist überraschend und erfrischend zugleich, dass der Film trotz seines provokanten Titels und des eindeutigen Themas immer niveauvoll bleibt, nie abdriftet in eine lächerliche Sexkomödie oder einen Softporno. Vielleicht trotzdem kein Film, den man mit seiner Mutter schauen möchte, aber insgesamt eine lustige und kreative Komödie über Sex und den Stress den sich die Menschen deswegen machen.</p>
<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/rating8base3.png" alt="rating8base3" title="rating8base3" width="120" height="27" class="aligncenter size-full wp-image-277" /></p>
<p><script language="javascript" id="feature_upc_script_link" src="http://www.axelmusic.com/affiliates/banner/banner120x240default/ap/10019180/pid/057373202548/curr/EUR" ></script></p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/G6LzAhSvXks&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/G6LzAhSvXks&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Midnight Meat Train Review</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 18:26:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Clive Barker]]></category>
		<category><![CDATA[Midnight Meat Train]]></category>
		<category><![CDATA[Ryuhei Kitamura]]></category>
		<category><![CDATA[Vinnie Jones]]></category>

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		<description><![CDATA[Der junge Fotograf Leon (Bradley Cooper) streift auf der Suche nach dem perfekten Bild durch eine amerikanische Großstadt. Als er eines Abends eine junge Frau vor einer drohenden Vergewaltigung rettet, und diese Frau wenig später spurlos verschwindet, bleibt als letztes Lebenszeichen sein Foto von ihr zurück, das sie beim Einsteigen in die U-Bahn zeigt. Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/midnightmeattrain.jpg" alt="midnightmeattrain" title="midnightmeattrain" width="550" height="250" class="aligncenter size-full wp-image-272" /></p>
<p>Der junge Fotograf Leon (Bradley Cooper) streift auf der Suche nach dem perfekten Bild durch eine amerikanische Großstadt. Als er eines Abends eine junge Frau vor einer drohenden Vergewaltigung rettet, und diese Frau wenig später spurlos verschwindet, bleibt als letztes Lebenszeichen sein Foto von ihr zurück, das sie beim Einsteigen in die U-Bahn zeigt. Da die Polizei kein richtiges Interesse an dem Fall zu haben scheint, stellt Leon eigene Ermittlungen an und ist bald davon überzeugt, dass eine Reihe von Vermisstenfällen mit dem U-Bahnsystem zusammenhängen. </p>
<p><a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0805570/" >Midnight Meat Train</a> basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Clive Barker, die für den Film jedoch um einige Plotelemente und Charaktere erweitert werden musste. Dies ist auch durchaus gut gelungen, die Story wirkt in sich schlüssig und man kann nicht wirklich unterscheiden welche Teile auf die Kurzgeschichte zurückgehen, und was hinzugedichtet wurde. Lediglich der Abschnitt, in dem Leon detektivisch in Zeitungsausschnitten recherchiert und dem Geheimnis langsam aber sicher auf die Spur kommt, wirkt etwas uninspiriert. Ansonsten kommt durchaus Spannung auf in diesem Horrorthriller dem man deutlich anmerkt, dass die Vorlage von Clive Barker stammt. Es herrscht eine morbide und bizarre Athmosphäre, die teilweise an die frühen Horrorfilme von David Cronenberg erinnert, der wie Barker die Deformation und Zerstörung von Körpern als zentrales Stilelement nutzt. Körperzerstörung gibt es auch in Midnight Meat Train reichlich. Der Metzger, der da in den dunklen U-Bahnen seinem blutigen Handwerk nachgeht, geht äußerst rabiat vor, schlachtet seine Opfer mit einem Hammer, hängt die nackten Leichen wie Vieh an Fleischerhaken auf. Das ganze hört sich auf dem Papier aber wesentlich schlimmer und drastischer an, als es im Film rüberkommt, denn wenn es darum geht den sich langsam aufbauenden, subtilen Horror der Geschichte filmisch umzusetzen gehen mit dem Regisseur Ryuhei Kitamura (Versus) leider die Pferde durch&#8230;<br />
<span id="more-269"></span><br />
Leider wird die dichte Athmosphäre immer wieder durch Gewaltspitzen unterbrochen, die so billig und mies umgesetzt sind, dass sie einfach nur noch unfreiwillig komisch und lächerlich wirken, dem Film und seiner intensiven Geschichte damit einen großen Teil seiner Härte nehmen. Kitamura zelebriert die Splatterszenen einerseits zwar ausführlich und ohne Zurückhaltung, stösst dabei aber entweder an die Grenzen des Budgets und/oder seines eigenen Talents, den das CGI-Blut das hier spritzt gibt sich nicht einmal Mühe, echt zu wirken. Insbesondere eine Szene in der ein Opfer seine Augen verliert (ohne zu viel verraten zu wollen) dürfe beim Publikum eher Lachkrämpfe als Schocks auslösen. Das passt so gar nicht zur eher traditionellen und düsteren Grundstimmung des Films. Überhaupt scheint Kitamura den Fokus eher auf Optik und Ästhetik zu legen. Teilweise zeigt er sogar etwas Talent, wenn es an die Actionszenen geht und die Kamera stylish über U-Bahnzüge fliegt oder um sie herum wirbelt, vor allem der Showdown zwischen Leon und Mahogany ist beeindruckend inszeniert. Bei den angesprochenen Splatterszenen wäre weniger aber auf jeden Fall mehr gewesen.</p>
<p>Die Schauspieler machen ihre Sache allesamt recht ordentlich, getragen wird der Film aber sicher von Vinnie Jones, der mit seiner imposanten Erscheinung und stark limitierten Mimik den Killer Mahogany zu einem bedrohlichen Alptraum von einem Metzger macht. </p>
<p>In den letzten Minuten des Films, als die Geschichte den Weg von einem spannenden Thriller zu einer bizarren, Barker-typischen Horrormär nimmt, blitzt noch einmal die Genialität der Vorlage auf. Hier können dann plötzlich auch die Spezialeffekte überzeugen und Kitamura wahrt wenigstens im Finale sein Gesicht. Insgesamt ein überdurchschnittlicher, düsterer Horror-Thriller, der stellenweise durch überzogene und billig wirkende Effekte leider einiges an seiner Effektivität einbüßt.</p>
<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/rating7base2.png" alt="rating7base2" title="rating7base2" width="120" height="27" class="aligncenter size-full wp-image-273" /></p>
<p><script language="javascript" id="feature_upc_script_link" src="http://www.axelmusic.com/affiliates/banner/banner120x240default/ap/10019180/pid/031398101529/curr/EUR" align="left"></script></p>
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		<title>FFFN 2009: My Bloody Valentine 3D Review</title>
		<link>http://www.filmabend.info/fffn-2009-my-bloody-valentine-3d-review/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 23:08:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Film Fest]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[3D]]></category>
		<category><![CDATA[FFFN 2009]]></category>
		<category><![CDATA[My Bloody Valentine]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Serienkiller geht um und macht (wie sollte es anders sein) Jagd auf Jugendliche. Der Killer trägt eine Minenarbeitergasmaske und erledigt seine Opfer mit einer Spitzhacke, hat also einen ikonenhaften Wiedererkennungswert, ganz ähnlich wie seine Vorbilder Jason und Michael Myers. Die Eröffnungssequenz von My Bloody Valentine macht bereits klar wohin die Reise geht: Eine Gruppe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/mbv.jpg" alt="mbv" title="mbv" width="550" height="250" class="aligncenter size-full wp-image-256" /></p>
<p>Ein Serienkiller geht um und macht (wie sollte es anders sein) Jagd auf Jugendliche. Der Killer trägt eine Minenarbeitergasmaske und erledigt seine Opfer mit einer Spitzhacke, hat also einen ikonenhaften Wiedererkennungswert, ganz ähnlich wie seine Vorbilder Jason und Michael Myers. Die Eröffnungssequenz von My Bloody Valentine macht bereits klar wohin die Reise geht: Eine Gruppe Jugendlicher feiert eine ausschweifende Party in einer Mine, der Killer taucht auf und metzelt sich erstmal ausgiebigst durch die Gästeliste, bevor er vom herbeigeeilten Sheriff erschossen wird. </p>
<p>Zehn Jahre später taucht der Killer plötzlich wieder auf und versetzt die Kleinstadt erneut in Angst und Schrecken. Man ahnt es schon, storytechnisch bekommt man von <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt1179891/" >My Bloody Valentine</a> nicht wirklich etwas neues geboten. Aber wer erwartet hier schon eine kreative Story, das Publikum will Blut, Titten und 3D. Und das bekommt es auch. Naja, zumindest Blut und 3D. Titten gibt es zwar auch, diese beschränken sich aber auf ein einziges Paar in einer einzigen Szene. Für einen Film wie My Bloody Valentine ist das verschenktes Potential. </p>
<p>Die Kills (und darum gehts ja in einem Slasher) sind hart und werden durch beeindruckende, drastische Effekte unterstützt. Die Opfer verhalten sich teilweise überaus dämlich (vor allem die Besitzerin der bereits angesprochenen Brüste), wobei diese Szenen durchaus nicht frei von einer gewissen Komik sind, die ich grosszügigerweise einmal als gewollt bezeichnen möchte. My Bloody Valentine schafft es trotz des abgedroschenen Plots sogar so etwas wie Spannung in die Geschichte zu bringen, indem er die Identität des Killers bis zum Schluss mehr oder weniger offen lässt. Zwar wird jeder halbwegs aufmerksame Zuschauer, der in seinem Leben schon mindestens drei Slasher gesehen hat schnell merken wer sich da hinter der Maske verbirgt, das finale Ratespiel, das etwas an das Ende von <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0117571/" >Scream</a> erinnert ist aber trotzdem gut und spannend umgesetzt.</p>
<p>Auch die schauspielerischen Leistungen kann man als überdurchschnittlich bezeichnen. Als potentielle Opfer wurde eine ganze Riege von US-Serienstars gecasted (u.a. der <em>Supernatural</em> Mädchenschwarm <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm0010075/" >Jensen Ackles</a>), die bei den nächsten Oscars sicher keine Rolle spielen werden, aber auch nicht nerven, was für einen Slasher schonmal ein großer Pluspunkt ist. </p>
<p>My Bloody Valentine 3D war der Abschlussfilm der diesjährigen Fantasy Film Fest Nights in Stuttgart und das unbestreitbare Highlight. Wie viele der kommenden Blockbuster (im Dezember startet beispielsweise James Camerons Sci-Fi Epos <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0499549/" >Avatar</a>) setzt auch das Remake des 80er Jahre Slashers My Bloody Valentine auf die neu entwickelte &#8220;<a target="_blank" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Real_D_Cinema" >Real D</a>&#8221; Technik, die kaum noch etwas mit den unausgereiften Experimenten der 70er Jahre zu tun hat. Dieser Effekt funktioniert wohl auch nur im Kino richtig gut, zwar erscheint in den USA demnächst eine 3D Version des Films auf DVD, ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen dass ein heimisches TV Gerät in dieser Beziehung mit der Kinoleinwand mithalten kann.</p>
<p>Der 3D Effekt wird von My Bloody Valentine auch nicht lediglich als nettes Gimmick eingesetzt, der Film wurde vielmehr gezielt für diese Technik gedreht, was man in mehreren Szenen ganz deutlich erkennt. Da fliegen Gegenstände (und Körperteile) in Richtung des Publikums, der Killer verfolgt seine Opfer durch enge Bergwerksstollen und der Zuschauer ist mittendrin. Naja, fast mittendrin&#8230; Man sollte vom 3D Erlebnis keine Wunder erwarten, die Bilder bekommen zwar einen deutlichen räumlichen Effekt, Elemente im Vordergrund wirken plastisch und greifbar, aber die Bilder sind dennoch klar auf die Dimensionen der Leinwand begrenzt. Schwer zu beschreiben, muss man einfach selbst erleben. My Bloody Valentine versteht es jedenfalls wunderbar, die Möglichkeiten der Technik für die eigenen Zwecke zu nutzen, jede Kamerafahrt, jede Actionszene holt das Optimum aus der 3D-Kiste heraus. Letztendlich bleibt festzustellen dass 3D im Kino durchaus die Möglichkeit hat, leicht überdurchschnittliche Filme zu einem einmaligen Kinoerlebnis aufzuwerten, ich freue mich daher sehr auf die nächsten 3D Filme und hätte auch gegen ein (absehbares) Sequel von My Bloody Valentine nichts einzuwenden.</p>
<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/rating8base2.png" alt="rating8base2" title="rating8base2" width="120" height="27" class="aligncenter size-full wp-image-255" /></p>
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		<title>FFFN 2009: Book Of Blood Review</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 22:10:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Spätestens seit der Hellraiser Filmreihe gilt Clive Barker neben Stephen King als der bedeutenste Horrorautor der Gegenwart. Ich muss zwar zugeben, noch nie ine Romanvorlage von Barker gelesen zu haben, doch zumindest der erste Hellraiser Film und Lord Of Illusions gehören zu meinen Lieblingsfilmen im Horrorgenre. Die neueste Barker Verfilmung Book Of Blood beginnt ähnlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/bookofblood_scene_01.jpg" alt="bookofblood_scene_01" title="bookofblood_scene_01" width="550" height="250" class="aligncenter size-full wp-image-247" /></p>
<p>Spätestens seit der Hellraiser Filmreihe gilt Clive Barker neben Stephen King als der bedeutenste Horrorautor der Gegenwart. Ich muss zwar zugeben, noch nie ine Romanvorlage von Barker gelesen zu haben, doch zumindest der erste Hellraiser Film und Lord Of Illusions gehören zu meinen Lieblingsfilmen im Horrorgenre. Die neueste Barker Verfilmung Book Of Blood beginnt ähnlich düster-morbide wie diese Klassiker:<br />
Ein Krimineller soll einen jungen Mann entführen und häuten, denn ein unbekannter &#8220;Sammler&#8221; hat es auf die in dessen Haut eingeritzten Geschichten abgesehen. In einer abgelegenen Waldhütte will sich der Gangster an sein blutiges Werk machen, zwingt sein Opfer aber zunächst, ihm die Geschichte zu erzählen.</p>
<p>Damit beginnt der Hauptteil des Films, in dem Simon (das Opfer aus der Einleitung) zusammen mit Mary, einer Professorin für paranormale Phänomene und einem Techniker ein altes Haus untersuchen will, in dem mysteriöse Dinge vor sich gehen, seit das Haus vor vielen Jahren Schauplatz eines grausamen Mordes war. Mary vermutet hier ein Tor zur Welt der Toten, das Simon als Medium für sie öffnen soll. </p>
<p>Book Of Blood beginnt wie ein Torture Porn, wandelt sich allerdings schnell zu einem recht spannenden Vertreter des Haunted House Genres. Das Gemäuer, in dem sich ein Großteil des Films abspielt schafft tatsächlich eine unheimliche Athmosphäre und es wird schnell eine bedrohliche Stimmung aufgebaut, die zwar nur selten durch Schockmomente ausgenutzt wird, aber dennoch wesentlich mehr Angst macht als die üblichen Horrorfilme die in einem Geisterhaus spielen. </p>
<p>Die ansonsten von Barkergeschichten bekannten Gewaltspitzen bleiben in Book Of Blood trotz des reisserischen Titels mit einer einzigen Ausnahme aus, hier steht tatsächlich noch der Suspense im Vordergrund. Leider konnte mich das Ende des Films nicht ganz überzeugen, die durchaus gruselige und morbide Stimmung wird am Ende durch einige billig aussehende Spezialeffekte durchbrochen, die der Geschichte nicht gerecht werden. Vor allem die Entwicklung des Charakters von Mary geht viel zu schnell, wird nicht ausführlich genug vorbereitet, ist daher nicht ganz nachvollziehbar.</p>
<p>Insgesamt aber ein leicht überdurchschnittlicher, und vor allem zu Beginn sehr dichter Grusler.</p>
<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/rating6base.png" alt="rating6base" title="rating6base" width="120" height="27" class="aligncenter size-full wp-image-246" /></p>
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		<title>FFFN 2009: Dead Snow Review</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 21:32:03 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/deadsnow.jpg" alt="deadsnow" title="deadsnow" width="550" height="300" class="aligncenter size-full wp-image-241" /></p>
<p>Eine Gruppe norwegischer Medizinstudenten macht sich auf in die verschneiten Berge um dort ein paar lustige Tage mit Sex, Bier und schnellen Schneemobilen zu verbringen. Blöderweise haben sie sich für ihr Ausflugsziel eine Gegend ausgesucht, die Ende des zweiten Weltkrieges von Soldaten der Wehrmacht als Versteck für ihre Kriegsbeute genutzt wurde. Zwar besagt die Legende, dass die Bevölkerung die Nazis in die Berge getrieben hat, wo sie letztendlich erfroren sind, doch die unangenehmen Zeitgenossen kehren als mehr oder weniger lebendige Zombies zurück und machen Jagd auf die Jugendlichen.</p>
<p>Die Norweger sind ja nicht unbedingt für ihren Sinn für Humor bekannt. Umso überraschender ist die Qualität des pechschwarzen Humors in Tommy Wirkolas spaßiger Splatterkomödie. Vor allem die Selbstironie, mit der Wirkola nicht nur das Horrorgenre im Allgemeinen, sondern auch den eigenen Film aufs Korn nimmt funktioniert wunderbar, wird nie lächerlich und sorgt für absolut unterhaltsame anderthalb Stunden. Beispielsweise gehört zur Truppe der unbedarften Studenten, die hier als Zombiefutter herhalten müssen ein Horrorfan, der mit seinem Braindead T-Shirt und einigen filmspezifischen Zitaten einerseits für jede Menge Insiderwitze sorgt, anderseits die eigentlich recht abgedroschene Story von Dead Snow als klar erkennbare Parodie und Hommage erträglich macht. </p>
<p>A propos Braindead: Dead Snow wurde und wird gerne mit dem König der Funsplatter verglichen, ein Vergleich der meiner Meinung nach nicht wirklich passt. Denn wo Braindead vor allem auf derbe Effekte und Slapstick Humor (Splatstick also) setzte, ist der Humor in Dead Snow eher schwarz und realistisch, von einigen Ausnahmen einmal abgesehen. Splatterfans werden bei Dead Snow aber auch voll auf ihre Kosten kommen, die Effekte sind verdammt gut gemacht, können locker mit wesentlich kostspieligeren amerikanischen Produktionen mithalten. Wirkola hält augenscheinlich auch nicht viel von Zurückhaltung, hier werden Schädel gespalten, Arme abgesägt (natürlich stilecht mit der Kettensäge), Körper ausgeweidet, Dead Snow grast in seinen 90 Minuten Laufzeit wirklich die komplette Palette der Splattereffekte ab, und setzt dabei endlich wieder auf die gute alte Handarbeit, statt auf billig wirgendes CGI. Auch die Masken der Nazizombies wirken sehr realistisch und gut gemacht.</p>
<p>Dead Snow ist mit meilenweitem Abstand DER Partysplatterfilm der letzten Jahre, bitte mehr davon!</p>
<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/rating8base1.png" alt="rating8base1" title="rating8base1" width="120" height="27" class="aligncenter size-full wp-image-240" /></p>
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		<title>FFFN 2009: Franklyn Review</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 21:00:47 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/franklyn.jpg" alt="franklyn" title="franklyn" width="550" height="250" class="aligncenter size-full wp-image-236" /></p>
<p><strong>Franklyn</strong> war für mich DIE überraschung der Fantasy Filmfest Nights 2009. Als vor einigen Monaten die ersten Trailer zu dieser englisch-französischen Co-Produktion veröffentlicht wurden hatte ich eigentlich überhaupt kein Interesse an dem Film, es sah mir zu sehr nach einer uninspirierten Kopie von <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0434409/" >V for Vendetta</a> oder <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0118929/" >Dark City</a> aus, wie sehr man sich doch täuschen kann.</p>
<p><strong>Franklyn </strong>beginnt in der fiktiven Stadt Meanwhile City, in der Kriminalität und die Clerics, die Häscher eines faschistischen Regimes, die Straßen beherrschen. Inmitten dieses Molochs sucht Jonathan Presst aka Franklyn (Ryan Phillipe) den Mörder eines kleinen Mädchens um dieses zu rächen. Tatsächlich erninnert Franklyn mit seinem düsteren Setting stark an Filme wie <em>Dark City</em>, <em>Equilibrium</em> oder eben <strong>V for Vendetta</strong>. Meanwhile City ähnelt deren Schauplätzen doch sehr auffällig, auch hier tritt ein einzelner, aufrechter Kämpfer gegen ein ganzes faschistisches Regime an. Dennoch kann <strong>Franklyn</strong> bereits im ersten Teil des Films mit seiner atemberaubenden Optik und einer fesselnden Geschichte überzeugen, und schnell wird klar dass es sich hier nicht um eine weitere düstere Comicverfilmung handelt. Denn plötzlich und völlig unvermittelt springt der Film aus der fiktiven Comicgeschichte in das gegenwärtige London, führt Handlungsstränge und Charaktere ein, die auf den ersten Blick überhaupt nichts mit der ursprünglichen Geschichte und Welt von <strong>Franklyn</strong> zu tun haben.</p>
<p>Da wäre zunächst die depressive und suizidgefährdete Emilia (Eva Green), die ihre Selbstmordversuche als Videokunst festhalten will, Milo (Sam Riley), der unter der Trennung von seiner Freundin leidet und durch einen Zufall auf eine alte Jugendfreundin trifft, sowie ein verzweifelter Vater (Bernard Hill), der seinen verlorenen Sohn sucht. Als Zuschauer hat man zunächst das Gefühl, hier zwei verschiedene, voneinander unabhängige Filme zu sehen. Es entsteht ein großes Fragezeichen im Kopf, das mit jedem Sprung zwischen der fiktiven Welt von Franklyn und den realen Schicksalen der Londoner Protagonisten immer größer wird. Nur ganz sporadisch werden einzelne Hinweise gestreut, die zuerst noch mehr verwirren als für Aufklärung sorgen. Kurz vor Schluss legt Franklyn dann jedoch einen einwandfreien Plottwist auf den Tisch, der innerhalb weniger Sekunden die zuvor so weit auseinanderlaufenden Handlungsfäden zusammenführt und miteinander verbindet. Mehr hierüber zu schreiben würde bedeuten den Twist und damit die Wirkung des Films zu ruinieren, deshalb belasse ich es an dieser Stelle bei einer klaren Empfehlung für <strong>Franklyn</strong>. Wer komplexen und vielschichtigen Filmen, die unter Umständen ein mehrmaliges Ansehen erfordern, etwas abgewinnen kann darf <strong>Franklyn</strong> keinesfalls verpassen. Als problematisch sehe ich allerdings die von den Trailern geweckten Versprechungen eines actionreichen Comicabentuers, die wohl viele Zuschauer mit den falschen Erwartungen ins Kino treiben werden. <strong>Franklyn</strong> hat, so viel sei gesagt, mit dem beworbenen Film nicht viel zu tun.</p>
<p>Kleiner Wermutstropfen ist für mich die Performance von Eva Green, die ich schon seit Die Träumer einfach hinreissend finde. Leider ist sie hier weit von ihrer Hochform entfernt, ihre Performance erinnert viel mehr an Helena Bonham Carter, was meiner Meinung nach einfach nicht zu Eva Green passt.</p>
<p>Abgesehen davon aber ein erfrischend innovativer und sehr mutiger Beitrag zur derzeitigen Welle der &#8220;düsteren Superheldenfilme&#8221;.</p>
<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/rating8base.png" alt="rating8base" title="rating8base" width="120" height="27" class="aligncenter size-full wp-image-235" /> </p>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 20:06:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das reiche Yuppie-Pärchen Peter (John Cavaziel) und Carla (Claudia Karvan) versucht seine kaputte Beziehung mit einem Wochenende an einem geheimen australischen Strand zu kitten. Doch der romantische Ausflug in die Wildnis gerät zum Horrortrip, denn die Natur scheint sich plötzlich gegen die Eindringlinge zu wehren&#8230; Long Weekend ist ein Remake des (mir bisher leider völlig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/longweekend1.jpg" alt="longweekend1" title="longweekend1" width="180" height="269" class="alignleft size-full wp-image-230" />Das reiche Yuppie-Pärchen Peter (John Cavaziel) und Carla (Claudia Karvan) versucht seine kaputte Beziehung mit einem Wochenende an einem geheimen australischen Strand zu kitten. Doch der romantische Ausflug in die Wildnis gerät zum Horrortrip, denn die Natur scheint sich plötzlich gegen die Eindringlinge zu wehren&#8230;</p>
<p>Long Weekend ist ein Remake des (mir bisher leider völlig unbekannten) gleichnamigen Klassikers von 1978. Die Story beginnt zunächst recht unspektakulär. Die Protagonisten werden kurz eingeführt, schon hier merkt man dass deren Beziehung offensichtlich nicht ganz nach dem Bilderbuch verläuft, die Partner sind voneinander entfremded, haben sich nicht mehr viel zu sagen. Unsympathisch sind sie obendrein auch noch, vor allem John erinnert an einen neureichen, arroganten Schnösel. Ziel des Ausflugs ist ein unbekannter Strand irgendwo an der australischen Küste, an dem man wunderbar Surfen können soll, der aber auf keiner Karte verzeichnet. Dennoch findet das Paar den Weg und kommt an diesem menschenleeren, paradiesischen Ort an. Doch Respekt oder gar Ehrfurcht vor der Natur scheint den beiden Abenteuerurlaubern ein Fremdwort, da werden die Insekten auf dem Naturboden mit einer mitgebrachten Dose Insektenspray erledigt, John ballert mit seiner Schrotflinte durch die Gegend und überfährt Kangaruhs mit seinem Geländewagen. Doch die Reaktion der Natur lässt nicht lange auf sich warten, bald geschehe unheimliche Dinge und als die Menschen die Gefahr erkennen und den Strand verlassen wollen ist es bereits zu spät.</p>
<p>Die Natur als Bedrohung, als Killer oder Bösewicht ist vielleicht eines der ganz wenigen Horrorthemen das noch nicht bis zum Erbrechen durchgekaut wurde. Dem jungen Regisseur Jamie Blanks gelingt es auch gut, eine bedrohliche und unheimliche Athmosphäre zu schaffen, die an die guten alten Suspenseklassiker von Hitchcock erinnert. Long Weekend erliegt glücklicherweise nicht der Versuchung, diese Stimmung durch billige Schockeffekte und Action zu zerstören. Zwar nimmt der Film am Ende durchaus etwas an Fahrt auf, Gorefans und Actionfreunde werden hier aber eher nicht bedient. Long Weekend funktioniert in erster Linie alleine über seine Stimmung, die wenigen Schockmomente sind sehr rar über den Film verteilt, wobei der größte Schock leider schon im Trailer gespoiled wurde. </p>
<p>Auffällig sind auch die atemberaubenden Naturaufnahmen, die locker mit aufwändig produzierten Naturdokumentationen mithalten können. Die Natur ist der Star in Long Weekend, wird effektiv und beeindruckend in Szene gesetzt und macht aus dem Film einen äußerst sehenswerten, weil innovativen Ökothriller, der dem Zuschauer aber auch etwas Geduld abverlangt.</p>
<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/rating7base1.png" alt="rating7base1" title="rating7base1" width="120" height="27" class="aligncenter size-full wp-image-227" /></p>
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		<title>Eden Lake Review</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 21:36:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Eden Lake]]></category>
		<category><![CDATA[James Watkins]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Trend hin zu immer härter und brutaler werdenden Mainstream Horrorfilmen, der sich spätestens seit SAW in den USA abzeichnete, hat mittlerweile auch Europa erreicht. Waren es zunächst die Franzosen, die mit Filmen wie Frotières und Martyrs auf diesen (oft abfällig als &#8220;Torture Porn&#8221; betitelten) Zug aufsprangen, schickt James Watkins mit Eden Lake einen englischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/edenlake.jpg" alt="edenlake" title="edenlake" width="550" height="250" class="aligncenter size-full wp-image-173" /></p>
<p>Der Trend hin zu immer härter und brutaler werdenden Mainstream Horrorfilmen, der sich spätestens seit <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0387564/" >SAW</a> in den USA abzeichnete, hat mittlerweile auch Europa erreicht. Waren es zunächst die Franzosen, die mit Filmen wie <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0814685/" >Frotières</a> und <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt1029234/" >Martyrs</a> auf diesen (oft abfällig als &#8220;Torture Porn&#8221; betitelten) Zug aufsprangen, schickt <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/name/nm1220140/" >James Watkins</a> mit <strong>Eden Lake</strong> einen englischen Beitrag ins Rennen. </p>
<p>Das sympathische Allerweltspärchen Jenny und Steve fährt am Wochenende in einen englischen Wald um dort ein paar ruhige Tage an einem abgelegenen See zu verbringen. Doch die Idylle ist nicht von Dauer, denn bald werden sie von einer Gruppe sozial auffälliger Jugendlicher gestört. Schnell kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen Steve und der Gang, in deren Verlauf der Hund des Anführers der Jugendbande das zeitliche segnet. Die Situation eskaliert und die Protagonisten werden von ihren Gegnern durch den Wald gehetzt.</p>
<p>Der Plot klingt irgendwie nach <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0465203/" >Ils</a> im Wald, gemischt mit zig Horrorklischees. Tatsächlich beginnt <strong>Eden Lake</strong> sehr vorhersehbar und unoriginell. In der Szene zu Beginn, als Steve kühn eine Abkürzung im Wald entgegen den Anweisungen seines Navigationsgerätes nimmt, ist eigentlich schon klar dass das keine gute Idee gewesen sein kann. Die erste halbe Stunde des Films bietet dann auch alles was man von 99% der Horrorfilme zur Genüge kennt und erwartet: &#8220;Gefälschte&#8221; Schockmomente, die mit dem lauten Aufdröhnen der Musik zu einer eigentlich harmlosen Szene geschaffen werden, Schnitte auf wackelige Kameraeinstellungen aus der Egoperspektive, die mit Atemgeräuschen unterlegt werden und einen bedrohlichen Beobachter simulieren sollen. Doch mit diesen Stilmitteln lenkt <strong>Eden Lake</strong> den Zuschauer geschickt auf eine falsche Fährte, der hier trotz aller dafür sprechenden Vorzeichen eben keinen gewöhnlichen Folterschocker geboten bekommt. Der Film ist Terrorkino par excellence, dessen Härte und Kompromisslosigkeit an die 70er Jahre und Filme wie <a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0068833/" >Last House On The Left</a> erinnert.<br />
<span id="more-172"></span><br />
Im Gegensatz zur Konkurrenz, die sich gegenseitig mit Tabubrüchen und expliziten Gewaltdarstellungen überbieten und dabei oft die essentielle Voraussetzung für einen guten Terrorfilm, nämlich die Sorge des Zuschauers für die &#8220;Opfer&#8221; vernachlässigen, gibt sich <strong>Eden Lake</strong> viel Mühe, Sympathie für seine Hauptcharaktere zu schaffen. Tatsächlich wirken Jenny und Steve wie aus dem Leben gegriffen, scheinen zwar eine Bilderbeziehung zu führen, wirken aber glaubhaft. Auch die &#8220;Feindbilder&#8221; in Form der Jugendbande wirken durchaus realistisch, könnten auch in einer deutschen Großstadt U-Bahn fahren. Dieser Realismus ist die große Stärke von <strong>Eden Lake</strong>, die den Terror für den Zuschauer noch viel unerträglicher macht.</p>
<p>Ebenfalls erfrischend ist die Weise, mit der Watkins mit der Gewalt in <strong>Eden Lake</strong> umgeht. Blutige Szenen gibt es nur sehr wenige, dafür wirken die spärlichen Gewaltspitzen umso unangenehmer und schockierend. Schön zu sehen in einer zentralen Szene, welche die Jugendlichen beim Foltern eines ihrer Opfer zeigt. Man kann kaum hinschauen, so hart wirken die Szenen, obwohl die Gewaltakte eigentlich nur angedeutet und kaum explizit gezeigt werden. Während der Zuschauer bei anderen modernen und harten Horrorfilmen innerlich abstumpft und sich von der Gewalt berieseln lässt, sitzt bei <strong>Eden Lake</strong> jeder Faustschlag, jeder Messerstich ganz tief und wirkt höchst unangenehm. Genau so, wie Gewalt in Horrorfilmen auch wirken sollte. Über einen großen Teil der Laufzeit spielt <strong>Eden Lake</strong> intelligent mit den Erwartungen des Publikums. Grandios die Szene, in der Jenny blut- und schmutzbeschmiert wie Phoenix aus der Asche ihrem Versteck entsteigt, und man nun die übliche &#8220;Opfer nimmt Vergeltung&#8221;-Tour erwartet. Doch als es soweit ist überrascht Watkins den Zuschauer mit einer unerwarteten Reaktion, die den Charakter erst recht realistisch und menschlich macht.</p>
<p>Leider kann <strong>Eden Lake</strong> dann irgendwann doch nicht mehr widerstehen und beident sich mit zunehmender Laufzeit immer mehr an ausgelutschten Horrorklischees. Da rammt sich jemand auf der panischen Flucht vor den Verfolgern einen spitz aus dem Boden herausragenden Gegenstand durch den Fuß, zieht ihn anschließend unter Schmerzensschreien zur falschen Seite wieder raus. Einen Grund dafür gibt es wohl nicht, außer dass es blutiger ist. Auch die Handlungen der Protagonisten werden immer dämlicher, Gelegenheiten zur Flucht werden nicht genutzt, die Aufmerksamkeit der Verfolger wird durch unnötige Geräusche auf sich gezogen und so weiter. All diese vorhersehbaren Elemente eines typischen Horrorfilms sind der anfänglichen Originalität und dem Realismus von <strong>Eden Lake</strong> dann leider doch abträglich.</p>
<p>Am Ende findet Watkins dann aber noch einmal zu alter Stärke zurück und liefert einen bitteren und extrem pessimistischen Abschluss des Films. Dies ist nur folgerichtig, denn selten hätte ein Happy End zu einem Horrorfilm schlechter gepasst als zu <strong>Eden Lake</strong>. Mit seiner sozialkritischen Botschaft am Ende übertreibt Watkins dann aber leider etwas, begibt sich fast schon auf ein Regenbogenpresseniveau und wirft wieder mit Klischees um sich dass es kracht. Diese Klischees und deren Aussage mögen sicher in der Realität verwurzelt sein, dieser Bezug hätte mit einer subtileren Darstellung aber sicher besser gewirkt als mit dem erhobenen Zeigefinger, der sicher gehen will dass auch der Letzte die Aussage versteht. </p>
<p>Fazit: Sehenswerter und knallharter Hardcore-Thriller, der durch zu viele Klischees leider etwas an seiner realistischen Grundstimmung einbüßt.</p>
<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/rating7base.png" alt="rating7base" title="rating7base" width="120" height="27" class="aligncenter size-full wp-image-174" /></p>
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		<title>Unter Kontrolle (Surveillance) Review</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 23:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Bill Pullman]]></category>
		<category><![CDATA[Boxing Helena]]></category>
		<category><![CDATA[David Lynch]]></category>
		<category><![CDATA[Jennifer Lynch]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Ormond]]></category>
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		<category><![CDATA[Unter Kontrolle]]></category>

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		<description><![CDATA[Fünfzehn Jahre hat es gedauert, bis sich Jennifer Lynch nach ihrem Erstlingswerk Boxing Helena von 1993 wieder hinter die Kamera traute. Die Kritiker hassten den Film, schrieben ihn in Grund und Boden und machten selbst vor persönlichen Anfeindungen und Beleidigungen gegen die Regisseurin keinen Halt. Dabei war der Film garnicht so schlecht. Provokant und neben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/surveillancepullman1.jpg" alt="surveillancepullman1" title="surveillancepullman1" width="550" height="250" class="aligncenter size-full wp-image-151" /></p>
<p>Fünfzehn Jahre hat es gedauert, bis sich Jennifer Lynch nach ihrem Erstlingswerk Boxing Helena von 1993 wieder hinter die Kamera traute. Die Kritiker hassten den Film, schrieben ihn in Grund und Boden und machten selbst vor persönlichen Anfeindungen und Beleidigungen gegen die Regisseurin keinen Halt. Dabei war der Film garnicht so schlecht. Provokant und neben der Spur, sicher aber sicher nicht schlecht. Trotzdem hat diese Kritikerschelte Spuren hinterlassen und Lynch zog sich von der Filmemacherei zurück. Umso größer die Überraschung, als sie sich 2008 mit Surveillance zurückmeldete. Vor allem die Fans ihres berühmten Vaters David Lynch erhofften sich von dessen Tochter einen ähnlichen Output. Und in gewisser Weise enttäuscht Lynch diese Erwartungen auch nicht. Surveillance ist ein eigenwilliger Film jenseits des Mainstreams, aber gut ist er leider nicht.</p>
<p>Zu Beginn der Geschichte treffen zwei FBI Agenten (alt und dick geworden: Bill Pullman und ebenfalls alt geworden: Julia Ormond) in einem kleinen US-Städtchen ein um dem dortigen Sheriff und seinen unfähigen Dorfpolizisten bei der Aufklärung eines Mordfalls auf dem Highway behilflich zu sein. Ebenfalls anwesend sind ein paar Zeugen, die alles beobachtet haben. Im Verhör erzählt jeder die Geschehnisse aus seiner eigenen Perspektive, wobei die Geschichten je nach Erzähler beträchtlich auseinandergehen. Kommt euch das bekannt vor? Abgedroschenes DVD-Premieren Thrillermotiv, dessen sich Lynch hier bedient. Ab und zu schaffen es Thriller ja noch diesem Konzept etwas neues, originelles abzugewinnen, aber das bekommt Frau Lynch irgendwie nicht gebacken. Die Charaktere und Plotelemente sind absolut unoriginell, klischeemäßig gezeichnet und altbacken. Es will einfach keine Spannung aufkommen.</p>
<p>Das liegt vielleicht auch daran, dass Lynch erst viel zu spät enthüllt was grnau eigentlich dieser mysteriöse Vorfall sein soll, der Anlass für die Geschichte gibt. Der Plot dümpelt ohne festes Ziel vor sich dahin, wenn man als Zuschauer dann endlich eingeweiht wird ist das ganze erstens viel zu unspektakulär und zweitens zu spät weil man innerlich schon längst abgeschaltet hat. Aber um die paar aufmerksamen Zuschauer zu belohnen, die es bis zum Schluss ausgehalten haben, baut Lynch noch einen waschechten Plottwist ein der allerdings so unplausibel und an den Haaren herbeigezogen ist, dass der gewünscht &#8220;Ahaaaa!!&#8221; Effekt ausbleibt. Plottwists funktionieren in der Regel nur dann, wenn der Zuschauer durch den Twist überrascht wird und im Nachhinein betrachtet die gesamte Geschichte richtig zusammenpasst, im Film also Fährten gelegt werden, die erst in der Retrospektive als solche erkennbar sind. Lynchs Twist ist zwar überraschend aber kommt völlig aus dem Blauen, ohne irgendwie plausibel im Plot verwurzelt zu sein.</p>
<p>Wer also von Jennifer Lynch erwartet hat, dass sie sich mit Surveillance wie Phoenix aus der Asche zurückmeldet wird leider bitter enttäuscht. Dabei zeigt Lynch mit Surveillance durchaus dass sie ein gutes Auge hat, fängt in den Szenen auf der Polizeiwoche die kühle, klaustrophobische Stimmung wunderbar ein und zeigt ein paar durchaus nett anzusehende Bilder. Aber das reicht eben nicht wenn das Drehbuch Müll ist.</p>
<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/rating4base.png" alt="rating4base" title="rating4base" width="120" height="27" class="aligncenter size-full wp-image-152" /></p>
<p><strong><br />
OT: Watchmen USA 2009 R: Zack Snyder D: Jackie Earl Haley, Billy Crudup, Jeffrey Dean Morgan, Patrick Wilson IMDb: http://www.imdb.com/title/tt0409459/ </strong></p>
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		<title>Watchmen Review</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Mar 2009 02:20:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>omahabitch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Moore]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Watchmen]]></category>
		<category><![CDATA[Zack Snyder]]></category>

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		<description><![CDATA[OT: Watchmen USA 2009 R: Zack Snyder D: Jackie Earl Haley, Billy Crudup, Jeffrey Dean Morgan, Patrick Wilson IMDb: http://www.imdb.com/title/tt0409459/ Die USA in den 80er Jahren: Der Krieg in Vietnam ist gewonnen, Präsident Nixon regiert schon in seiner fünften Amtszeit, und die Welt steht Tage vor einem Atomkrieg zwischen den Vereinigten Staaten und der Sovjetunion. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-23" title="watchmen" src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/watchmen.jpg" alt="watchmen" width="550" height="277" /></p>
<p><strong>OT: Watchmen<br />
USA 2009<br />
R: Zack Snyder<br />
D: Jackie Earl Haley, Billy Crudup, Jeffrey Dean Morgan, Patrick Wilson<br />
IMDb: </strong><a target="_blank" href="http://www.imdb.com/title/tt0409459/" >http://www.imdb.com/title/tt0409459/</a></p>
<p><img src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/rating9base.png" alt="rating9base" title="rating9base" width="120" height="27" class="aligncenter size-full wp-image-46" /></p>
<p>Die USA in den 80er Jahren: Der Krieg in Vietnam ist gewonnen, Präsident Nixon regiert schon in seiner fünften Amtszeit, und die Welt steht Tage vor einem Atomkrieg zwischen den Vereinigten Staaten und der Sovjetunion. Düstere Aussichten, die Alan Moore da in seiner Über-Graphic Novel aus dem Jahr 1986 zeichnet. Und auch wenn der kalte Krieg mittlerweile längst vorbei ist, die Geschichte der Vorlage, die von der New York Times als einziges Comic in die Liste der besten 100 amerikanischen Romane aufgenommen wurde ist heute mindesten genauso aktuell wie zu ihrer Entstehungszeit. Der ideale Zeitpunkt also für eine Verfilmung des Werks, das lange als das wohl einzige unverfilmbare Comic galt.</p>
<p>Zack Snyder hat es trotzdem getan und eigentlich konnte der Mann nur alles falsch machen. Watchmen ist kein Spiderman oder Batman und vor allem kein X-Men. Die Charaktere eignen sich nicht für kinotaugliche Actionfilme sondern funktionieren nur im Kontext der fast schon monströsen Hintergrundgeschichte. Die Vorlage ist derart komplex und tiefgründig, dass man mit einer detailgenauen Verfilmung wohl viele Nichtkenner der Graphic Novel und die Mehrheit der Kinogänger vor den Kopf stösst, die einen kurzweiligen Popcornspaß erwarten. Gestaltet man den Film massenkompatibel muss man zwangsläufig den engen Rahmen der Vorlage verlassen und vergrault die Fanboys. Und das letzte was sich Snyder erlauben kann sind angepisste Fanboys. Ein Dilemma also, das Snyder aber so gut lösen könnte wie es eben ging.</p>
<p><span id="more-21"></span></p>
<p>Die Geschichte beginnt wie schon das Buch mit dem Mord an einem ehemaligen Watchmen, einer Gruppe ziviler Ordnungshüter, die sich in (bewusst) lächerlichen Kostümen das Ziel gesetzt hat, den Job der korrupten und machtlosen Polizei im Kampf gegen den Abschaum der Menschheit zu erledigen. Als die Regierung die Watchmen verbietet zerbricht die Gruppe, die Mitglieder ziehen sich entweder in ihr langweiliges Privatleben zurück oder verrichten ihr Werk jenseits der Legalität. Einer dieser Outlaws, Rorschach, der den Zuschauer als zentrale Figur durch die Geschichte führt, stellt Ermittlungen an und kommt dabei einem Killer auf die Spur, der es auf die ehemaligen Watchmen Mitglieder abgesehen zu haben scheint.</p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-27" title="watchmen21" src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/watchmen21-150x150.jpg" alt="watchmen21" width="150" height="150" /><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28" title="watchmen3" src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/watchmen3-150x150.jpg" alt="watchmen3" width="150" height="150" /><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29" title="watchmen4" src="http://www.filmabend.info/wp-content/uploads/2009/03/watchmen4-150x150.jpg" alt="watchmen4" width="150" height="150" /></p>
<p>So beginnt die Story die außer dem Motiv wirklich gar nichts mit den gängigen Heldengeschichten zu tun hat, und eher einen düsteren, pessimistischen Thriller abgibt, mehr film noir als X-Men ist. Alan Moore konzipierte sein Comic damals als sarkastischen Abgesang auf das Superheldengenre, als Dekonstruktion der klaren Trennung zwischen Gut und Böse. Während die Comics mit ihren übermenschlichen Superhelden die Menschen damals von der dunklen Realität des kalten Krieges ablenken wollten, reibt Moore den Lesern die echte Welt wenn auch leicht abstrahiert ins Gesicht. Vielleicht war auch das ein Grund warum man Watchmen lange für unverfilmbar hielt, vielleicht dachte man es bestünde kein Interesse an erwachsenen und düsteren Comicgeschichten, was aber spätestens seit dem enormen Erfolg von The Dark Knight als widerlegt gelten dürfte. Dennoch bestand bei dieser Verfilmung immer die Gefahr dass die Studios die Vorlage trivialisieren und zu einem massenmarkttauglichen 90 minütigen Feuerwerk zurechtstutzen würden. Es ist Zack Snyder hoch anzurechnen, dass er dieser Versuchung widerstand und so gut es eben ging dem Comic treu blieb. Wie schon bei 300 transportiert Snyder Passagen der Vorlage 1:1 auf die Leinwand, nimmt sich hier aber auch einige Freiheiten, die allerdings zwingend nötig sind um die komplette Geschichte in den knapp 3 Stunden vollständig zu erzählen.</p>
<p>In Snyders Adaption werden einige Nebenfiguren und Handlungsstränge geopfert oder zumindest stark komprimiert, Laurie Jupiter ist plötzlich (ganz politisch korrekt) Nichtraucherin, einige Dialoge wurden zugunsten eines leinwandtauglicheren Timings angepasst. Am auffälligsten sind jedoch die wenigen, dafür aber sehr expliziten Gewalt- und Actionszenen, die Snyder im Vergleich zur Vorlage noch einmal etwas betont und mit seinem Fetisch, der Super Slow Motion stylisch aufgepeppt hat. Das schadet der Geschichte aber nicht wirklich, weil Snyder dem Grundkonzept treu bleibt und sich in den vielen Details und Zitaten vor Moores Werk verneigt. Das brachte Snyder in der Gunst des Graphic Novel Papstes aber nicht wirklich weiter, der den Gedanken an eine Verfilmung seiner Geschichte immer vehement abgelehnt und sich frühzeitig vom Film distanziert hat. Folglich wird Alan Moore auch in der genialen und atemberaubend fotografierten Titelsequenz nicht erwähnt, die in kunstvoll stilisierten Bildern einen Abriss der Vorgeschichte liefert und untermalt von zeitgenössischen Songs das Setting für die folgende Erzählung vorbereitet. Dabei wäre wohl selbst Alan Moore überrascht gewesen wie gut die eigenwilligen Charaktere auf der Leinwand funktionieren.</p>
<p>Rorschach (Jackie Earle Haley) erscheint wie eine 1:1 Kopie seiner soziopathischen, gewalttätigen aber dennoch irgendwie sympathischen Vorlage. Der Comedian (Jeffrey Dean Morgan) ist genau derselbe fiese Sack wie im Comic, Daniel Dreiberg (Patrick Wilson) aka Night Owl eine ebenso überzeugende Parodie auf Clark Kent als Langweiler, der in seinem Kostüm ordentlich auf die Kacke haut. Selbst Dr. Manhattan (Billy Crudup), das bizarre blau leuchtende Atomwesen, das doch eigentlich nur in einem Comic existieren und funktionieren kann wird dank viel Nullen und Einsen überzeugend auf die Leinwand gebracht und bekommt dabei im Vergleich zur Comicvorlage auch noch ein (drastisches) Upgrade seines Pullermanns spendiert, ein Wunder dass Snyder damit durch die MPAA kam.</p>
<p>Der einzige Charakter, der unter diesen exakt getroffenen Nachahmungen leider etwas abfällt ist Laurie Jupiter. Im Roman eine toughe, kettenrauchende Sympathieträgerin, gibt Malin Akerman im Film eine eher dröge und langweilige Laurie, die zur Randfigur in dieser Männerriege verkommt und ihre Höhepunkte in 2 Sexszenen hat (pun intended).</p>
<p>Die größte Abweichung zum Buch erlaubte sich Zack Snyder dann am Ende der Geschichte, das zwar modifiziert und stark vereinfacht wurde, in seiner pessimistischen Konsequenz dem Original aber nicht nachsteht und im Film wohl auch besser funktioniert als es das epische Ende der Vorlage je gekonnt hätte.</p>
<p>Der eingangs erwähnte Spagat zwischen Originaltreue und Zugänglichkeit für &#8220;Neueinsteiger&#8221; ist Snyder so ideal gelungen wie es eben geht wenn man ein episches Werk wie Watchman in einer im Kino erträgliche Laufzeit eines Spielfilms unterbringen muss. Der Kollateralschaden besteht jedoch in der enormen Komplexität der Geschehnisse im Film, denen man zwar auch ohne die Lektüre des Buches folgen kann, sich dafür aber über einen für einen Film sehr langen Zeitraum, der einfach länger ist als die durchschnittliche menschliche Aufmerksamkeitsspanne, konzentrieren muss. Wer die Vorlage nicht kennt könnte durchaus verwirrt werden und sich irgendwo zwischen den ganzen Informationen die im Film beiläufig erwähnt werden, für die Geschichte aber tragende Bedeutung haben, verlieren. Von daher war es ein guter Schachzug von Snyder, die Actionszenen wenigstens etwas aufzubohren, um den Zuschauer immer wieder mitzureissen, der bei diesem Film sicher oft kurz vor der Kapitulation steht. Watchmen funktioniert also sicher auch für diejenigen die das Comic nicht gelesen haben. Die &#8220;Eingeweihten&#8221; dagegen werden mit einer perfekten Hommage belohnt die kaum etwas falsch macht und der Vorlage den ihr gebührenden Tribut zollt. Man merkt dem Film an, dass Snyder ein Fanboy ist, der das Original in- und auswendig kennt und verehrt. Das wird ihm weder einen Oscar noch viel Kritikerlob einbringen, macht ihn aber zum perfekten Regisseur für solche Filme.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=filmabendinfo-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=0930289234&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=2F0606&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;margin-right:5px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0" align="left"></iframe>Alles in allem ist Watchmen nach The Dark Knight ein weiterer Beweis dafür, dass Comicverfilmungen auch erwachsen und <em>serious</em> sein können. Der Satz &#8220;Das Buch war aber besser&#8221; wird nach Watchmen zwar nach wie vor seine Gültigkeit behalten, Watchmen ist aber einer der ganz wenigen Fälle in denen ein Film wesentlich mehr Spaß macht wenn man die Vorlage gelesen hat. Und wenn wir gerade beim Vergleich mit dem dunklen Ritter sind stellt sich natürlich die Frage wie sich Watchmen denn nun gegen DEN Comicfilm der letzten Jahre behaupten kann. Insgesamt ist Watchmen vielleicht noch eine Spur düsterer und &#8220;echter&#8221; als The Dark Knight, letzterer hat aber den Vorteil auf eine von vorneherein für einen Film geschriebene Geschichte aufzubauen und deshalb der bessere Film zu sein, Watchmen dagegen ist in Verbindung mit dem Buch einfach das bessere Erlebnis. Wenn ihr nicht versteht wovon ich gerade rede (ich verstehe es ehrlich gesagt gerade auch nicht wirklich) kann ich nur apellieren: Lest das Buch, es lohnt sich. Auch für Comicmuffel.</p>
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