FFFN 2009: Book Of Blood Review

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Spätestens seit der Hellraiser Filmreihe gilt Clive Barker neben Stephen King als der bedeutenste Horrorautor der Gegenwart. Ich muss zwar zugeben, noch nie ine Romanvorlage von Barker gelesen zu haben, doch zumindest der erste Hellraiser Film und Lord Of Illusions gehören zu meinen Lieblingsfilmen im Horrorgenre. Die neueste Barker Verfilmung Book Of Blood beginnt ähnlich düster-morbide wie diese Klassiker:
Ein Krimineller soll einen jungen Mann entführen und häuten, denn ein unbekannter “Sammler” hat es auf die in dessen Haut eingeritzten Geschichten abgesehen. In einer abgelegenen Waldhütte will sich der Gangster an sein blutiges Werk machen, zwingt sein Opfer aber zunächst, ihm die Geschichte zu erzählen.

Damit beginnt der Hauptteil des Films, in dem Simon (das Opfer aus der Einleitung) zusammen mit Mary, einer Professorin für paranormale Phänomene und einem Techniker ein altes Haus untersuchen will, in dem mysteriöse Dinge vor sich gehen, seit das Haus vor vielen Jahren Schauplatz eines grausamen Mordes war. Mary vermutet hier ein Tor zur Welt der Toten, das Simon als Medium für sie öffnen soll.

Book Of Blood beginnt wie ein Torture Porn, wandelt sich allerdings schnell zu einem recht spannenden Vertreter des Haunted House Genres. Das Gemäuer, in dem sich ein Großteil des Films abspielt schafft tatsächlich eine unheimliche Athmosphäre und es wird schnell eine bedrohliche Stimmung aufgebaut, die zwar nur selten durch Schockmomente ausgenutzt wird, aber dennoch wesentlich mehr Angst macht als die üblichen Horrorfilme die in einem Geisterhaus spielen.

Die ansonsten von Barkergeschichten bekannten Gewaltspitzen bleiben in Book Of Blood trotz des reisserischen Titels mit einer einzigen Ausnahme aus, hier steht tatsächlich noch der Suspense im Vordergrund. Leider konnte mich das Ende des Films nicht ganz überzeugen, die durchaus gruselige und morbide Stimmung wird am Ende durch einige billig aussehende Spezialeffekte durchbrochen, die der Geschichte nicht gerecht werden. Vor allem die Entwicklung des Charakters von Mary geht viel zu schnell, wird nicht ausführlich genug vorbereitet, ist daher nicht ganz nachvollziehbar.

Insgesamt aber ein leicht überdurchschnittlicher, und vor allem zu Beginn sehr dichter Grusler.

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