FFFN 2009: Dead Snow Review

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Eine Gruppe norwegischer Medizinstudenten macht sich auf in die verschneiten Berge um dort ein paar lustige Tage mit Sex, Bier und schnellen Schneemobilen zu verbringen. Blöderweise haben sie sich für ihr Ausflugsziel eine Gegend ausgesucht, die Ende des zweiten Weltkrieges von Soldaten der Wehrmacht als Versteck für ihre Kriegsbeute genutzt wurde. Zwar besagt die Legende, dass die Bevölkerung die Nazis in die Berge getrieben hat, wo sie letztendlich erfroren sind, doch die unangenehmen Zeitgenossen kehren als mehr oder weniger lebendige Zombies zurück und machen Jagd auf die Jugendlichen.

Die Norweger sind ja nicht unbedingt für ihren Sinn für Humor bekannt. Umso überraschender ist die Qualität des pechschwarzen Humors in Tommy Wirkolas spaßiger Splatterkomödie. Vor allem die Selbstironie, mit der Wirkola nicht nur das Horrorgenre im Allgemeinen, sondern auch den eigenen Film aufs Korn nimmt funktioniert wunderbar, wird nie lächerlich und sorgt für absolut unterhaltsame anderthalb Stunden. Beispielsweise gehört zur Truppe der unbedarften Studenten, die hier als Zombiefutter herhalten müssen ein Horrorfan, der mit seinem Braindead T-Shirt und einigen filmspezifischen Zitaten einerseits für jede Menge Insiderwitze sorgt, anderseits die eigentlich recht abgedroschene Story von Dead Snow als klar erkennbare Parodie und Hommage erträglich macht.

A propos Braindead: Dead Snow wurde und wird gerne mit dem König der Funsplatter verglichen, ein Vergleich der meiner Meinung nach nicht wirklich passt. Denn wo Braindead vor allem auf derbe Effekte und Slapstick Humor (Splatstick also) setzte, ist der Humor in Dead Snow eher schwarz und realistisch, von einigen Ausnahmen einmal abgesehen. Splatterfans werden bei Dead Snow aber auch voll auf ihre Kosten kommen, die Effekte sind verdammt gut gemacht, können locker mit wesentlich kostspieligeren amerikanischen Produktionen mithalten. Wirkola hält augenscheinlich auch nicht viel von Zurückhaltung, hier werden Schädel gespalten, Arme abgesägt (natürlich stilecht mit der Kettensäge), Körper ausgeweidet, Dead Snow grast in seinen 90 Minuten Laufzeit wirklich die komplette Palette der Splattereffekte ab, und setzt dabei endlich wieder auf die gute alte Handarbeit, statt auf billig wirgendes CGI. Auch die Masken der Nazizombies wirken sehr realistisch und gut gemacht.

Dead Snow ist mit meilenweitem Abstand DER Partysplatterfilm der letzten Jahre, bitte mehr davon!

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Ein Kommentar zu “FFFN 2009: Dead Snow Review”


  1. Cooler fun splatter aus norwegen!!! das beste(ist in deutschland selten):UNCUT!!! eins,zwei…DIE!!!

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