Nic Cage braucht nicht nur einen neuen Friseur, sondern vor allem Geld. Ganz viel Geld. So ist es vielleicht auch zu erklären, dass er derzeit einen Film nach dem anderen runterdreht. Season Of The Witch scheint zwar nicht das Potential von Bad Lieutenant oder Kick Ass zu haben, schaut aber doch sehr unterhaltsam aus, vor allem optisch macht der Film Eindruck. Ob die Story am Ende auch interessant wird bleibt abzuwarten, der Wicker Man Trailer hat mir damals auch gefallen…

His faith broken by years of battle as a crusader, Behmen returns to central Europe to find his homeland decimated by the Black Plague. While searching for food and supplies at the Palace at Marburg, Behmen and his trusted companion Felson (Ron Perlman) are apprehended and ordered by the dying Cardinal to deliver a young peasant girl ¬believed to be the witch responsible for the Plague to a remote abbey where her powers can be destroyed. Behmen agrees to the assignment but only if the peasant girl is granted a fair trial. As he and five others set off on this dangerous journey, they realize with mounting dread that the cunning girl is no ordinary human, and that their mission will pit them against an evil that even in these dark times they never could have imagined.

US Start ist der 18. März, Bei Apple gibts den Trailer in HD.

monsters

Sie kamen, sahen und siegten – jedenfalls für’s Erste. Den sympathischen Kreaturen aus DreamWorks Animationsschmeide war jedenfalls kein Kraut gewachsen und auch dank ausgiebiger Marketingkampagnen, unter anderem für 3-D Projektionen, konnte sich Monsters vs. Aliens mit $ 59,32 Mio. locker an die Spitze setzen. Damit ist es das bisher zweitbeste Startergebnis für eine Nicht-Fortsetzung aus der hauseigenen Animationsschmiede. Das Ganze hat aber insofern einen kleinen Haken, als dass die Preise für 3-D Tickets höher sind als bei normalen Vorstellungen und daher weniger Zuschauer für ein besseres Abschneiden benötigt werden. Wie üblich, muss man jetzt einmal die kommenden Tage beobachten, um einschätzen zu können, wie viel der Film noch holen wird, zumal das Kritikerecho auch ein wenig gespalten ist

Allgemein hat sich das US-Kino nach einer kleineren Durststrecke wieder erholt und das Gesamteinspiel lag 36% über jenem des vergleichbaren Zeitraums des letzten Jahres. Dazu haben natürlich auch andere Filme beigetragen und The Haunting in Connecticut dürfte sicherlich der Überraschungshit des Wochenendes sein. Trotz diverser Horrorfilme im ersten Quartal 2009 war der Grusler, der “auf wahren Begebenheiten” beruhen soll, für stolze $ 23,00 Mio. gut und beschert Lionsgate damit viel Freude.

Dritter im Bunde, und damit sind die vorderen Plätze auch quasi abgearbeitet, ist Knowing, der sich, zu meiner Überraschung, wirklich gut schlägt und gerade einmal ein wenig mehr als 40% im Vergleich zur Vorwoche verliert. Damit scheint 2009 für Nicolas Cage unter einem guten Stern zu stehen, denn weitere $ 14,70 Mio. fließen auf das Konto des Independentstudios Summit. Nach zwei Wochen konnte der Sci/Fi-Film von Alex Proyas somit $ 46,22 Mio. einspielen.

Übrigens als kleine Notiz am Rande kann ich jetzt vermelden, dass Watchmen die $ 100 Mio.-Marke genommen hat. Insgesamt flossen $ 2,73 Mio. aufs Konto, welches auf $ 103,27 Mio. angewachsen ist. Damit darf sich Zack Synder rühmen, den bisher langsamsten Film gemacht zu haben, der nach einem Startwochenende von $ 50+ Mio. die Centurymarke geknackt hat. Bei Warner Bros. wird man darüber sicherlich nicht lachen und auch ein Blick aufs weltweite Gesamteinspiel verrät mit $ 170,55 Mio. nichts Gutes.

Am nächsten Wochenende wird übrigens ein Franchise wiederbelebt, denn Universal schickt Fast & Furious, den vierten Teil der Serie, in die Kinos. Dann wird sich herausstellen, ob noch Benzin im Tank ist.

knowing

Wenn es ein Substantiv im deutschen Sprachgebrauch gibt, das so gar nicht mit Nicolas Cages Rollenauswahl vereinbar ist, so dürfte es das Wörtchen Konstanz sein. Blickt man nämlich auf seine Filmographie der letzten Jahre, so scheint er die Werke, in denen er so mitgespielt hat, scheinbar mittels Würfeleinsatz ausgewählt zu haben und wirklich Herausstechendes war seit Jahren eh nicht mehr dabei.
Immerhin scheint er diesmal insofern ein glückliches Händchen gehabt zu haben, dass der Film Knowing, Alex Proyas letzte Regiearbeit, zumindest in finanzieller Hinsicht kein totaler Flop geworden ist.

Über den Inhalt streiten sich zwar die Geister aber die $ 24,60 Mio. vom vergangenen Wochenende zeugen jedenfalls schon einmal von einem gesteigerten Interesse seitens des Publikums. Dies ist insofern ganz interessant, da der Film von einem Independent-Label, Summit Entertainment, vertrieben wird, die im letzten Jahr ja schon mit dem ersten Twilight-Film für Aufregung sorgten. Auch scheint das US-Publikum weiterhin Interesse an Sci/Fi-Themen zu haben, nachdem sie schon letzte Woche Disneys Witch Mountain auf den ersten Platz halfen. Fraglich dürfte nur sein, wie viel Stehvermögen Knowing besitzt, denn die kommenden Wochen werden sicherlich nicht gemütlicher.

Gute Kritikerwertungen und positive Mund zu Mund Propaganda in den Blogs halfen alles nicht, denn I Love You, Man, die R-Rated-Komödie aus dem Hause DreamWorks/Paramount, musste sich dann doch recht deutlich mit dem zweiten Platz zufrieden geben, darf sich aber berechtigte Hoffnung machen, gewisse Schläferqualitäten zu besitzen, denn vergleichbare Filme aus dem letzten Jahr (Role Models oder Forgetting Sarah Marshall) haben durchaus einen längeren Atem bewiesen. So sind die $ 17,81 Mio. kein Grund zur Verzweiflung.

Einen dritten Neustarter gab es noch und dieser schaffte es dann auch auf den dritten Platz. Die Rede ist von Tony Gilroys Duplicity, der sich aufgrund der Thematik auch eher an ein erwachseneres Publikum richtete und dafür mit $ 13,97 Mio. gar nicht so übel abschnitt. Auch hier kann man davon ausgehen, dass die Drops an den kommenden Wochenenden nicht so groß ausfallen dürften wie bei Knowing.

Am Ende noch ein kurzes Wort zu Watchmen. Der Film setzt seinen Negativtrend fort und verliert weiterhin rapide an Boden. So war das Werk am dritten Wochenende nur noch für $ 6,80 Mio. gut und dadurch hat der Film noch immer nicht die so wichtige $ 100 Mio.-Marke durchbrochen. Knapp zwei Millionen – $ 98,14 Mio. sind es aktuell – fehlen dem Film noch.
Interessant könnte übrigens das kommende Wochenende werden, da dann der zweite, vorher als Blockbuster prognostizierte Film des Jahres an den Start rollt: Monsters vs. Aliens.